Dessau-Roßlau (dpa/sa) - Die Tierseuchenkasse des Landes übernimmt künftig von Pferdebesitzern die Untersuchungskosten für einen Test auf Antikörper gegen das West-Nil-Virus. 2018 sei das Virus erstmals in Sachsen-Anhalt nachgewiesen worden, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz am Freitag mit. An der von Mücken übertragenen Infektion erkrankten Pferde, aber auch Vögel und Menschen. Ab dem 1. Dezember könnten Pferdebesitzer ihre Tiere untersuchen lassen. Die Kosten dafür übernehme die Tierseuchenkasse des Landes, hieß es. Lediglich die Kosten der Blutprobenentnahme müssten die Tierhalter selbst tragen.

Das West-Nil-Virus stammt ursprünglich aus den Tropen und wird von bestimmten blutsaugenden Stechmücken übertragen. Im vergangenen Jahr wurde der Erreger zum ersten Mal in Deutschland bei einem Vogel nachgewiesen worden.