Magdeburg (dpa/sa) - Der Verband der sachsen-anhaltischen Zahnärzte hat davor gewarnt, Zahnarzttermine wegen der anhaltenden Corona-Pandemie abzusagen. Das Risiko von verschleppten Behandlungen sei real, sagte der Chef der Kassenzahnärztlichen Vereinigung im Land, Jochen Schmidt, laut Mitteilung. Es gehe nicht nur um ein schmerzfreies und strahlendes Lächeln. "Auch schwerwiegende Leiden wie Diabetes oder Nieren- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit der Mundgesundheit eines Menschen." Die Hygienestandards in den Praxen seien schon vor der Pandemie hoch gewesen.

Schmidt reagierte damit auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Diese hatte zuletzt empfohlen, Zahnarzttermine wegen erhöhter Infektionsrisiken aufzuschieben. Gegen diese pauschale Aussage hatte bereits die Bundesvereinigung der Zahnärzte protestiert. Die Aussage erhöhter Infektionsrisiken gelte nicht für alle Lagen und Länder gleichermaßen, hieß es zuletzt. Eine bundesweite Abfrage habe ergeben, dass es aktuell keinen belastbaren Fall gebe, bei dem Zahnarzt und Patient sich gegenseitig angesteckt hätten.

Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt