Tokio (dpa) - Dramatische Wende im Fall Ghosn: Der frühere Chef von Renault und Nissan ist in Japan erneut festgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft nahm den vor nicht einmal einen Monat auf Kaution freigelassenen Automanager in Untersuchungshaft. Diesmal wirft sie ihm Missbrauch von Geldern des japanischen Autokonzerns Nissan zugunsten eines Vertriebspartners im arabischen Oman vor. Der japanische Anwalt des 65-jährigen Ghosn bezeichnete den inzwischen vierten Haftbefehl gegen Ghosn als "extrem unangemessen".