Gardelegen (ca) l Zur Umfrage unter den Innenstadtbewohnern, ob Silvesterfeuerwerk im denkmalgeschützten Altstadtkern verboten werden soll oder nicht, lasse sich eine erste Tendenz feststellen, informierte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher in der jüngsten Sitzung des städtischen Hauptausschusses. Demnach sei ein generelles Böllerverbot nicht erwünscht.

Silvesterschaden in Salzwedel

Nach mehreren bundesweiten Vorfällen, bei denen in der Silvesternacht denkmalgeschützte Häuser durch Feuerwerkskörper beschädigt oder zerstört worden waren, darunter auch in Salzwedel, hatte die Stadt Gardelegen eine Umfrage zum Thema Silvesterböllern in der Innenstadt gestartet.

Bis zum 30. April waren die Anwohner des denkmalgeschützten Kernstadtbereiches innerhalb der Wallanlagen aufgerufen, sich daran zu beteiligen. „Sind Sie für ein Verbot von Silvesterfeuerwerken im Gardelegener Innenstadtbereich innerhalb des Walls?“, lautet die Frage, die mit einem Ja oder Nein zu beantworten ist.

Stadtrat Dirk Kuke (fraktionslos, Freie Liste) hatte das Thema schon weit vor Silvesterereignissen aufs Tapet gebracht. Aufgrund der Gesetzeslage war es in den kommunalpolitischen Gremien des Stadtrates allerdings nicht verfolgt worden. Im Januar aber hatte die Verwaltung die Thematik noch einmal aufgegriffen.

1060 Haushalte seien angeschrieben worden. 132 Fragebögen seien zurückgekommen. Das wären 12,45 Prozent, so Schumacher. Den meisten Innenstadtbewohnern scheine es demnach egal zu sein, ob in der Innenstadt mit vielen Fachwerkhäusern geböllert wird oder nicht.