FCM

1. FC Magdeburg gewinnt im Spitzenspiel bei Borussia Dortmund II

Der 1. FC Magdeburg hat das Spitzenspiel des achten Drittliga-Spieltags für sich entschieden. Mit 2:0 (0:0) setzten sich die Elbestädter bei der Reserve von Borussia Dortmund durch und verteidigten damit die Tabellenführung.

Von Kevin Gehring
Mit einer Vorlage und einem Treffer ragte Baris Atik beim Auswärtssieg des FCM in Dortmund wieder heraus.
Mit einer Vorlage und einem Treffer ragte Baris Atik beim Auswärtssieg des FCM in Dortmund wieder heraus. imago images/Eibner

Dortmund - Der 1. FC Magdeburg hat die Tabellenführung in der 3. Liga verteidigt. Obwohl im Spitzenspiel bei der Reserve von Borussia Dortmund gleich neun Spieler verletzt oder an Corona erkrankt fehlten, siegte die Mannschaft von Christian Titz mit 2:0 (0:0). Luca Schuler (50.) und Baris Atik (56.) trafen für die Blau-Weißen.

Titz muss umbauen

In seiner Startaufstellung musste Titz personell gleich dreifach tauschen. Wie erwartet rückte Tim Sechelmann für den an Corona erkrankten Tobias Müller in die Innenverteidigung. Neu in der Viererkette war auch Florian Kath, der auf der linken Seite verteidigte. Dafür rückte Raphael Obermair in das zentrale Mittelfeld auf die Position des ausgefallenen Connor Krempicki (gebrochener Zeh).

Dritter Neuer in der Startelf war Jason Ceka, der Sirlord Conteh (Meniskusschaden) auf dem rechten offensiven Flügel ersetzte. Die Magdeburger Ersatzbank zeigte derweil die dünne Personaldecke: Nur sechs statt der möglichen neun Plätze waren auf dieser vergeben.

FCM startet unbeeindruckt

Trotz der vielen Ausfälle und Umstellungen starteten die Elbestädter aber tempovoll und unbeeindruckt ins Spitzenspiel. Schon nach 50 Sekunden setzte Luca Schuler den ersten Schuss ab. Im nächsten Angriff unterlief BVB-Verteidiger Lennard Maloney nach Zusammenspiel von Baris Atik und Ceka beim Klärungsversuch beinahe ein Eigentor, doch klärte Mitspieler Antonios Papadopoulos auf der Linie (2.).

In der Folge konnten sich die Gastgeber aus der Magdeburger Umklammerung der Anfangsphase lösen, wurden selbst immer wieder im Umschaltspiel über die schnellen Außenspieler gefährlich. In einer solchen Szene konnte Ole Pohlmann in der 15. Minute soeben noch entscheidend von Knost gestört werden. Weitere Konterchancen ließ die BVB-Reserve teils fahrlässig liegen.

Knost vergibt, Schuler trifft

So gehörte die beste Gelegenheit des ersten Durchgangs den Gästen. Sehenswert kombinierten sie sich über Amara Condé, Alexander Bittroff und Schuler bis zu Knost, dessen Schuss BVB-Keeper Stefan Drljaca ebenso wie den anschließenden Versuch von Schuler parierte (37.). Es folgte eine kurze Schrecksekunde, weil sich Bittroff ohne Gegnereinwirkung das Knie verdrehte, für den Routinier ging es allerdings bis zum Ende weiter.

Blieb der Magdeburger Blitzstart in der ersten Hälfte dieses Mal aus, holten sie diesen nach dem Seitenwechsel nach. Erst bediente Atik aus dem Mittelfeld den gestarteten Schuler, der sich erst im Laufduell gegen Papadopoulos durchsetzte und lässig zur Führung vollstreckte (50.). Nur sechs Minuten später stand der Vorbereiter dann selbst im Mittelpunkt: Einen Freistoß vom linken Flügel platzierte Atik mit sehenswerter Flugkurve genau in das rechte Kreuzeck.

Führung gibt Sicherheit

Mit der Führung im Rücken übernahmen die Elbestädter noch mehr die Spielkontrolle - allerdings zunächst ohne sich weitere große Chancen zu erspielen. Erst in der 73. Minute tauchte Schuler plötzlich wieder frei im Strafraum auf, vertändelte jedoch den Ball. Nur wenige Augenblicke später scheiterte Atik nach Ceka-Flanke an BVB-Keeper Drljaca. Für Bedenken bei den Gästen sorgte aber viel mehr, dass Führungstorschütze Schuler kurz danach mit Leistenbeschwerden vom Platz humpelte (77.).

Auch nach der verletzungsbedingten Auswechslung blieb der FCM offensiv gefährlich. In der 81. Minute hatte Ceka die Entscheidung auf dem Kopf, scheiterte jedoch erst an Drljaca und im Nachschuss am rechten Pfosten. Sechs Minuten später steuerte der für Schuler eingewechselte Maximilian Franzke alleine auf das Tor zu, vergab jedoch ebenfalls die Chance zum 3:0. Dennoch durften die knapp 500 mitgereisten Fans beim Schlusspfiff die Verteidigung der Tabellenführung feiern.