FCM

Atik will mit dem 1. FC Magdeburg jetzt die Liga rocken

Offensiv-Wirbelwind Baris Atik knüpft beim FCM nahtlos an seine guten Leistungen der Vorsaison an. Zwar ärgert sich der 26-Jährige über die vielen vergebenen Chancen beim Pokal-Aus gegen St. Pauli, doch er blickt nach vorn und hofft nun auf viele Siege in der 3. Liga.

Von Dennis Uhlemann
Allein Baris Atik ließ beim Pokal-Aus gegen St. Pauli zehn Torschüsse ungenutzt. Doch der offensive Antreiber des 1. FC Magdeburg ist nach dem starken Auftritt optimistisch für die Liga.
Allein Baris Atik ließ beim Pokal-Aus gegen St. Pauli zehn Torschüsse ungenutzt. Doch der offensive Antreiber des 1. FC Magdeburg ist nach dem starken Auftritt optimistisch für die Liga. Foto: Eroll Popova

Magdeburg. Es ging ein Raunen durch „Block U“, als Baris Atik aus gut 25 Metern Maß genommen hatte und Gästekeeper Dennis Marsch den Ball gerade noch so um den Pfosten lenken konnte (28.). Anschließend ging der Offensivmann des 1. FC Magdeburg zur Eckfahne, gestikulierte in Richtung Fans, sie mögen die Mannschaft an diesem Pokalabend weiter so unterstützen wie bislang.

Und das taten sie eindrucksvoll – durften schon zwei Minuten später auch jubeln, als Sirlord Conteh nach Vorlage von Atik den 1:1-Ausgleich gegen den Zweitligisten FC St. Pauli erzielte. Diese Kombination führte auch in der zweiten Halbzeit noch einmal zum Erfolg, doch gereicht hat das beim 2:3 (1:2) nicht für das Weiterkommen. „Der liebe Gott hat es nicht gut gemeint mit uns“, meinte Atik. „Es ist traurig, dass wir uns für solch ein Spiel nicht belohnt haben. Aber dennoch kann man nur stolz auf diese Mannschaft sein, wie sie gekämpft hat, wie viele Torchancen sie sich herausgespielt hat.“

Atik hofft auf Ketchupflaschen-Effekt

Genau das war das Problem: herausgespielt, aber nicht verwandelt. Dieses Manko müssen sich die Blau-Weißen ganz klar ankreiden müssen. Wenn ein Team durchschnittlich alle zwei Minuten auf das Tor ballert, am Ende aber nicht einmal fünf Prozent dieser Schüsse im Kasten landen, ist der Grund für die Niederlage schnell ausgemacht. Schon im vorangegangenen Drittliga-Heimspiel gegen Aufsteiger SC Freiburg II traf der FCM nicht und holte deshalb beim 0:0 nur einen Punkt.

Weshalb die Chancenauswertung derzeit so mau ist? „Schwere Frage“, rätselte Atik und meinte, dass er und sein Team es besser machen würden, wenn sie es wüssten. Doch er ist davon überzeugt, dass es bald besser wird und bemüht dazu den Ketchupflaschen-Vergleich. Wenn irgendwann mal etwas rauskommt, dann eine ganze Menge. Oder wie es der 26-Jährige sagt: „Wenn erstmal einer drin ist, dann werden die anderen auch reingehen.“

Auch wenn es dieses Mal zu zwei Toren reichte und Atik mit vier Torbeteiligungen in drei Pflichtspielen bislang genauso weitermacht wie in seiner starken Rückrunde der Vorsaison, sind die vergebenen Chancen nicht die einzige Baustelle. „Wir haben es in den entscheidenden Momenten defensiv nicht so ordentlich gemacht“, meinte Abwehr-Routinier Alexander Bittroff. Der 32-Jährige weiß aber auch: „Die Hamburger haben aus wenig viel gemacht, da können wir von ihnen lernen.“

Dass die Fans so sehr hinter uns stehen, ist überragend.

Positive Aspekte – da waren sich Atik und Bittroff am Ende einig – kann man ohnehin genügend in den Liga-Alltag mitnehmen. Ist das Selbstvertrauen nach diesem Auftritt noch einmal gestiegen? „Wir gehen immer mit einer breiten Brust in die Spiele“, betonte Atik. „Das ist unser Spiel, wir wollen immer dominant auftreten. Wenn wir das öfter so auf den Platz kriegen, werden wir die Liga hoffentlich rocken.“

Laut dem 1,69-Meter-Mann gehe es jetzt darum, das Pokal-Aus zu analysieren und sich dann schnellstmöglich auf das nächste Spiel beim TSV Havelse am Sonnabend um 14 Uhr zu konzentrieren. Und wenn das erfolgreich bestritten werden sollte, heißt die Mission anschließend: Heimsieg. Denn seit der Rückkehr der Magdeburger Anhänger, die gegen Freiburg II (13 644) und St. Pauli (14 405) zahlreich in die MDCC-Arena strömten, gelang noch kein Heimerfolg. Ein „tolles Gefühl“ ist die Unterstützung laut Atik trotzdem: „Dass die Fans so sehr hinter uns stehen, ist überragend. Wir werden versuchen, ihnen so viele Siege wie möglich zu bescheren.“