Fußball

FCM rettet Punkt im Spiel gegen Duisburg

Der 1. FC Magdeburg hat Freitag beim 1:1 (0:1) gegen MSV Duisburg einen glücklichen Punkt geholt. Tobias Müller traf in der Nachspielzeit.

Magdeburg l Die erste Überraschung gab es am Freitagabend bereits rund zwei Stunden vor dem Anpfiff. Der 1. FC Magdeburg musste gegen den MSV Duisburg kurzfristig auf Torhüter Alexander Brunst verzichten, der mit Verdacht auf eine Blinddarmentzündung momentan im Krankenhaus liegt.

Für Brunst stand Neuzugang Morten Behrens im Tor – es war sein erstes Drittligaspiel und eine große Bewährungschance. Doch Behrens hatte beim 1:1 des FCM nur selten die Chance, sich auszuzeichnen. Der 22-Jährige machte aber insgesamt einen sicheren Eindruck und leistete sich keine Patzer.

Der FCM störte den Gegner in der Anfangsphase sehr früh. Das Team setzte das von Trainer Stefan Krämer geforderte Gegenpressing zunächst gut um. Der Coach änderte gegen den MSV wie erwartet die Taktik, vertraute einem flachen 4-4-2.

Die erste Chance hatte der wie Behrens neu in die Mannschaft gekommene Marcel Costly nach einer Flanke von Dominik Ernst (3.). Auch in der Folge hatte der Club die Partie im Griff: Allen voran Sirlord Conteh wirbelte auf der rechten Außenbahn – und war von Duisburg zu Beginn kaum in den Griff zu bekommen.

Umso überraschender war die Gästeführung, die aus dem sprichwörtlichen Nichts fiel: Beim ersten ernsthaften Gästeangriff kam der Ball zu Leroy-Jacques Mickels, der den MSV in Führung schlenzte (14.). Rechtsverteidiger Ernst hatte seinem Gegenspieler in dieser Szene zu viel Platz gelassen.

Nach dem Gegentor war der Angriffsschwung des FCM erst mal dahin, in der Defensive war der Club zudem nicht eng genug dran an den Gegenspielern. Duisburg blieb deshalb gefährlich – und verpasste nur knapp das 2:0: Nach einer Flanke des starken Mickels köpfte Vincent Vermeij gegen den Pfosten (24.).

Unter den Augen von Ex-HSV-Coach Markus Gisdol, der in der MDCC-Arena auf der Tribüne saß, fanden sich die Gastgeber nach 35 Minuten wieder etwas besser zurecht. Wirklich zwingend war die Krämer-Truppe aber trotzdem nicht.

Nach der Pause hatte der FCM zwar mehr Ballbesitz, vor dem MSV-Tor fehlte aber die letzte Konsequenz. Nach einer Flanke von Charles Elie Laprévotte vergab Marcel Costly (51.).

Stefan Krämer hielt es unterdessen kaum auf seinem Stuhl. Der FCM-Trainer tigerte permanent durch die Coachingzone, haderte, litt mit.

Sein Gegenüber Torsten Lieberknecht war hingegen nach einer in der ersten Hälfte sehr emotionalen Vorstellung jetzt auffallend zurückhaltend. Das lag in erster Linie wohl daran, dass ihm Schiedsrichter Jonas Weickenmeier vor dem Seitenwechsel bereits die Gelbe Karte gezeigt hatte.

Lieberknecht hatte seiner Mannschaft für die zweiten 45 Minuten eine deutlich defensivere Grundordnung mitgegeben. Der FCM rannte an, fand aber nur selten eine Lücke im Abwehrblock des Gegners. Und wenn sich doch mal eine Gelegenheit bot, blieb das Team glücklos.

Wie in der 61. Minute: Christian Beck sicherte sich im Strafraum den Ball, schoss dann aber mit viel Wucht drüber.

Krämer hatte genug gesehen – und wechselte in der 73. Minute gleich zweimal: Für Charles Elie Laprévotte und Marcel Costly kamen Rico Preißinger und Manfred Osei Kwadwo. Kurz danach brachte er Anthony Roczen für Sirlord Conteh (78.).

Trotz aller Offensivwechsel blieb der Ertrag überschaubar. Duisburg hatte sich vor dem eigenen Strafraum eingerichtet und auch keine größere Mühe den Ball vom eigenen Tor wegzuhalten. Bis zur dritten Minute der Nachspielzeit: Aus 20 Metern zog Innenverteidiger Tobias Müller ab und ließ die FCM-Fans jubeln.

Christian Beck stellte nach Abpfiff erleichtert fest: „Zum Glück haben wir zumindest noch einen Punkt mitgenommen.“

Mehr zum FCM gibt es im Blog.