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Noch sieben Fragezeichen beim 1. FC Magdeburg

Nach zehn Abgängen beim 1. FC Magdeburg laufen noch sieben weitere Verträge im Juni aus, davon drei Leihen. Maximilian Franzke kann sich einen Verbleib über den Sommer hinaus vorstellen.

Von Dennis Uhlemann
FCM-Sportdirektor Otmar Schork freute sich über die Rückkehr von Maximilian Franzke gegen Unterhaching. Der Offensivmann ist einer von noch sieben Spielern, die vor einer ungewissen Zukunft stehen.
FCM-Sportdirektor Otmar Schork freute sich über die Rückkehr von Maximilian Franzke gegen Unterhaching. Der Offensivmann ist einer von noch sieben Spielern, die vor einer ungewissen Zukunft stehen. Foto: Schroedter

Magdeburg. Dass es beim Drittligisten 1. FC Magdeburg im Sommer erneut einen personellen Umbruch geben wird, steht bereits vor dem letzten Saisonspiel im Landespokal gegen den Halleschen FC am Sonnabend (16 Uhr/MDR) fest. Zehn Spieler werden den Verein verlassen – Dominik Ernst in Richtung Ligakonkurrent 1. FC Saarbrücken, wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde. Der Kontrakt von sieben weiteren FCM-Akteuren läuft aus.

Und darunter befindet sich nicht nur der begehrte FCM-Topscorer Baris Atik, der mit 15 Torbeteiligungen (sieben Treffer, acht Vorlagen) in 15 Spielen maßgeblichen Anteil am vorzeitigen Klassenerhalt der Magdeburger hatte. Neben ihm sind das Defensiv-Routinier Jürgen Gjasula, Offensiv-Wirbelwind Sirlord Conteh sowie Nachwuchs-Keeper Tom Schlitter. Zudem laufen die Leihverträge von Thore Jacobsen (Werder Bremen), Florian Kath (SC Freiburg) und Maximilian Franzke (FC St. Pauli) aus.

Bei allen drei Leihspielern endet der jeweilige Kontrakt bei ihrem Stammverein im Sommer 2022 – was die Verhandlungen aktuell erschwert. Franzke beschreibt: „Ich habe nur noch ein Jahr Vertrag bei St. Pauli. Ich müsste dort noch einmal verlängern, damit eine neue Leihe infrage kommt.“ Oder ist vielleicht sogar eine feste Verpflichtung des FCM ein Thema? „Ich bin auf jeden Fall nicht abgeneigt, mir meine Zukunft in Magdeburg vorzustellen. Ich fühle mich hier sehr wohl und bin dem FCM dankbar für die Zeit.“

Zwei langwierige Verletzungen

Einfach war sie für den 22-jährigen Offensivmann nun aber wahrlich nicht. Die Einwechslung am Sonnabend gegen Unterhaching (1:1) bedeutete erst seinen achten Auftritt im blau-weißen Dress. „Nach den zwei langwierigen Verletzungen war ich froh, wieder auf dem Platz zu stehen“, so Pechvogel Franzke, der sich nach einem Sehnenanriss ausgerechnet bei seiner Rückkehr in Halle im Januar eine erneute Muskelverletzung zugezogen hatte. Der gebürtige Münchner hätte dem Verein „gern noch mehr geholfen“, über seine Auftritte zu Saisonbeginn (ein Tor, eine Vorlage) sagte er aber selbstbewusst: „Ich konnte den Spielen meinen Stempel aufdrücken.“

Danach allerdings nicht mehr, weil er „ausgebremst“ wurde. „Das war eine schwere Zeit. Ich bin froh, dass ich wieder gesund bin. Jetzt geht es vorwärts“, verspricht der 1,84 Meter große Außenspieler, dem in dieser Saison allerdings nur noch das Pokalduell gegen Halle bleibt. Dem Qualifikationsspiel um den DFB-Pokal würde er gern noch einmal seinen Stempel aufdrücken.