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Rückkehr der Schal-Parade: 1. FC Magdeburg darf Zuschauer begrüßen

15 000 Fans darf der 1. FC Magdeburg zum Start in die neue Drittliga-Saison in der MDCC-Arena empfangen. Für die Stadionbesucher gilt: geimpft, genesen oder getestet.

Von Kevin Gehring
Bis zu 15 000 Anhänger des 1. FC Magdeburg dürfen ab sofort wieder zu den Heimspielen in die MDDC-Arena pilgern.
Bis zu 15 000 Anhänger des 1. FC Magdeburg dürfen ab sofort wieder zu den Heimspielen in die MDDC-Arena pilgern. Foto: Eroll Popova

Magdeburg - Nunmehr über 500 Tage ist die letzte „richtige“ Schal-Parade der Anhänger des 1. FC Magdeburg her. 17 095 Club-Fans hüllten die Ränge der MDCC-Arena am 29. Februar 2020 in Blau-Weiß, sahen einen furiosen 6:2-Erfolg des Drittligisten im Ost-Duell gegen Carl Zeiss Jena. Ein Bild, das in den darauffolgenden 16 Monaten aufgrund der Corona-Pandemie undenkbar wurde. Ein Bild, das es zum Start in die neue Saison aber wieder geben soll – zumindest nahezu.

Denn wie der Drittligist gestern in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister Michael Richter (CDU) und Amtsarzt Dr. Eike Hennig bekanntgegeben hat, dürfen die FCM-Fans zum Start der neuen Drittliga-Saison zurück in ihr „Wohnzimmer“. Keine 17 095, wie an jenem Samstagnachmittag im Februar 2020, doch immerhin 15 000.

FCM zeigt sich „sehr glücklich“

„Uns ist in der Einordnung der Gesamtlage natürlich klar, was diese Zahl bedeutet“, sagte Mario Kallnik, Geschäftsführer Finanzen, nach der Verkündung der frohen Botschaft. „Wir sind im ersten Schritt sehr glücklich darüber.“ Immerhin mussten nicht nur die Spieler auf die gewohnt lautstarke Unterstützung der Fans verzichten, auch finanziell waren die vergangenen Monate für den Drittligisten nicht leicht zu verkraften.

So war die Zeit der Geisterspiele und der geringfügigen Teilzulassung von Zuschauern – vier Partien durften im vergangenen Herbst unter besonderen Restriktionen mit Fans gespielt werden – nicht nur „sehr traurig“, sondern „existenziell bedrohend“. Umso glücklicher ist Kallnik, dass die MDCC-Arena zum ersten Heimspiel gegen Aufsteiger SC Freiburg II (31.7.) wieder halb voll sein darf. Diese Kapazität verteilt sich auf 6 000 Steh- und 9 000 Sitzplätze.

Maskenpflicht auf dem Weg zum Platz

„Für mich ist es wichtig, deutlich zu machen, dass die Zuschauer die entsprechenden Regeln und den Abstand einhalten, damit wir nichts gefährden“, ergänzte Innenminister Richter und betonte: „Die Pandemie ist nicht vorbei.“ So gilt auf den „Verkehrswegen“ innerhalb des Stadions die Maskenpflicht, soll beispielsweise im Stehplatzbereich auf die Wahrung der Abstände geachtet werden.

Zutritt zur MDCC-Arena erhalten ohnehin nur die Besucher, die am Einlass eine Impfung, eine Genesung oder einen negativen Test vorweisen können. Mit Blick auf diese Bedingungen hob Amtsarzt Dr. Hennig hervor, dass aus Sicht des Gesundheitsamtes kein Experiment gewagt werde, sondern dieser Schritt als eine kalkulierte Öffnung zu verstehen ist.

Hygienekonzept gilt bis Ende September

Das dafür erstellte Konzept ist zunächst bis Ende September für die ersten sechs Heimspiele inklusive der DFB-Pokal-Partie gegen St. Pauli vorgesehen, erklärte Kallnik. Die obligatorischen zehn Prozent als Gästekartenkontingent will der FCM gewährleisten, um als „gutes Beispiel“ voranzugehen.

Vor dem Stadion sollen die Zuschauer künftig nicht nur Schnellteststationen, sondern auch mobile Impfstationen zu den Heimspielen ansteuern können. Getreu dem Motto: Erst kommt die Impfung, dann die Schal-Parade.