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Trotz langer Unterzahl: 1. FC Magdeburg rettet Remis gegen Zwickau

Im Heimspiel gegen den FSV Zwickau ist der 1. FC Magdeburg zum siebten Mal in Serie ohne Niederlage geblieben. In einem kampfbetonten Spiel trennte sich der FCM trotz langer Unterzahl nach gelb-roter Karte gegen Alexander Bittroff mit einem 0:0.

Von Kevin Gehring
Die Serie geht weiter: Auch gegen Zwickau musste der FCM keine Niederlage einstecken. Foto: Erol Popova

Magdeburg. Nach vier Dreiern in Folge ist die Siegesserie des 1. FC Magdeburg gerissen. In der 3. Liga trennte sich der FCM mit einem 0:0-Unentschieden vom FSV Zwickau, konnte mit diesem nach über einer Halbzeit in Unterzahl aber gut leben. Alexander Bittroff hatte kurz vor der Pause die gelb-rote Karte gesehen.

Im Vergleich zum Auswärtssieg beim FC Hansa Rostock (2:0) hatte FCM-Cheftrainer Christian Titz lediglich einen Wechsel vorgenommen. Sören Bertram rutschte für Henry Rorig in die Startelf und sortierte sich in der Offensive mit Baris Atik und Kai Brünker ein.

Und die Hausherren starteten wie schon in den jüngsten Auftritten druckvoll. Folglich dauerte es nicht lange, bis die Titz-Elf den ersten Warnschuss absetzte. Andreas Müller, der Siegtorschütze vom 1:0-Erfolg im Hinspiel, zog von der Strafraumkante kräftig ab, doch FSV-Schlussmann Johannes Brinkies parierte. In der Folge gehörte dem FCM zwar deutlich mehr vom Spiel, klare Abschlüsse resultierten daraus nicht.

Zweimal Glück und eine rote Karte

Stattdessen war es auf der anderen Seite der im FCM-Nachwuchs ausgebildete Morris Schröter, der Morten Behrens forderte (17.). Während den Gastgebern bei den offensiven Aktionen im weiteren Spielverlauf die letzte Konsequenz fehlte, wurde Zwickau zweimal brandgefährlich. Erst produzierte Keeper Behrens weit vor seinem Tor einen Querschläger, von dem FSV-Routinier Ronny König nicht profitieren konnte (26.). Dann knallte ein Distanzschuss von Mike Könnecke an den linken Pfosten (35.). Behrens war nach sehenswerter Flugeinlage noch entscheidend mit den Fingerspitzen dran.

Doch hielt die erste Halbzeit vor dem 0:0-Pausenstand noch einen Aufreger parat: Als Alexander Bittroff in der 41. Minute an der Außenlinie zu ungestümt zu Werke ging, zeigte ihm Schiedsrichter Patrick Glaser die zweite gelbe Karte. Zuvor wurde der Innenverteidiger für ein taktisches Foul an der Mittellinie verwarnt. Bittroff wollte es nicht wahrhaben, musste aber nach langen Diskussionen den Platz verlassen.

Zwickau erhöht den Druck

So mussten die Hausherren nach dem Seitenwechsel tauschen: Der offensiv bemühte, aber glücklose Sören Bertram blieb in der Kabine, für ihn ordnete sich Brian Koglin in der Abwehrkette ein. Doch blieben die Zwickauer am Drücker. Behrens musste reaktionschnell retten, als König seinen Fuß nach Eingabe von links hineinhielt (53.).

Im Gegenzug forderte Atik lautstark einen Elfmeter ein, doch blieb der Pfiff für den FCM aus. Stattdessen setzten die Westsachsen ihre offensive Drangphase sehr engagiert fort, kamen immer wieder gefährlich in den Magdeburger Sechzehner. Blau-Weiß hingegen lauerte auf Konter und versuchte, Brünker mit hohen Bällen in Szene zu setzen.

FCM rettet Unentschieden ins Ziel

Klare Torchancen blieben jedoch auf beiden Seiten Mangelware. Das wollte Titz in der Schlussphase ändern, brachte Henry Rorig und Sirlord Conteh in die Partie. Der pfeilschnelle Angreifer hatte zwar eine gute Schussgelegenheit, setzte den Ball allerdings nur ins Fangnetz (78.).

Wesentlich gefährlicher wurden die Gäste. Spätestens in der 82. Minute hätte es klingeln müssen, als Schröter vor dem Tor querlegte. Zum großen Magdeburger Glück kam der frisch zuvor eingewechselte Lars Lokotsch nur minimal zu spät.

So konnte die Titz-Elf das torlose Remis letzten Endes mit Mann und Maus ins Ziel retten, blieb damit im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und zum fünften Mal in Serie ohne Gegentreffer. Im Tableau kletterten die Elbestädter damit zumindest vorübergehend am MSV Duisburg vorbei auf den 13. Platz. Bereits am Mittwochabend geht es zu Gast beim SV Meppen mit der englischen Woche weiter.