FCM

Zuschauer-Rückkehr beim 1. FC Magdeburg: Viele Fragen, kaum konkrete Antworten

15000 Zuschauer sind zum Heimauftakt des FCM in zwei Wochen zugelassen – doch es bleiben Fragen. Wie sollen vor allem die Hygienekonzepte umgesetzt werden?

Von Kevin Gehring
Vor der MDCC-Arena sollen Stationen für die Durchführung von Schnelltests und  Impfungen aufgebaut werden.
Vor der MDCC-Arena sollen Stationen für die Durchführung von Schnelltests und Impfungen aufgebaut werden. Foto: Christian Schroedter

Magdeburg - Am Donnerstag hatte der 1. FC Magdeburg die frohe Kunde vermeldet, dass zum ersten Heimspiel der neuen Drittliga-Saison gegen den SC Freiburg II in exakt zwei Wochen wieder Zuschauer in die MDCC-Arena dürfen – und sogar gleich 15 000. Doch einige Fragen sind verblieben, wie der Verein das in Absprache mit dem Innenministerium und dem Gesundheitsamt erstellte Hygienekonzept umsetzen will. Die Volksstimme hat sich auf Spurensuche begeben.

Unter welchen Bedingungen ist der Besuch im Stadion möglich?

Oberste Prämisse für FCM-Heimspiele vor Zuschauern ist, dass die Corona-Inzidenz der Landeshauptstadt unter 35 bleibt. Ist das der Fall, dürfen die Anhänger ins Stadion, sofern sie am Eingang nachweisen können, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind (Drei-G-Regelung). Eine entsprechende Schnellteststation werde dafür vor dem Stadion eingerichtet, doch betonte Finanz-Geschäftsführer Mario Kallnik, diese „sollte als letzte Alternative“ verstanden werden. Auch Amtsarzt Dr. Eike Hennig appellierte: „Bitte nehmen Sie die Testmöglichkeiten in der Landeshauptstadt wahr und kommen mit dem Zertifikat zum Spiel.“ Wichtig: Der Corona-Test darf zum Zeitpunkt des Abpfiffs nicht älter als 24 Stunden sein.

Wie wird die Drei-G-Regelung kontrolliert?

Die Kontrolle der entsprechenden Nachweise übernimmt die Security, „die wird extra dafür noch einmal geschult“, erklärte Kallnik. Besonderes Augenmerk würden die Sicherheitskräfte darauflegen, dass die Zertifikate auch für die entsprechende Person ausgestellt wurden. „Es wird nicht irgendein Test reichen, sondern der muss auch personenidentisch sein“, betonte Kallnik. Neben Ticket und Nachweis sollte also auch der Personalausweis unbedingt bereitgehalten werden.

Welche Hygienevorschriften gelten im Stadion?

„Wir haben eine Maskenpflicht auf den Verkehrswegen“, erklärte Dr. Hennig. Am Platz angekommen soll das Spielerlebnis allerdings ohne Maske erfolgen können. Zudem sollen die Besucher in Eigenverantwortung auf die Wahrung von Abständen achten, so erklärte Kallnik. Fangesänge sind ohne Einschränkung erlaubt. Genaue Verhaltensvorschriften wurden noch nicht kommuniziert.

Wie wird der Abstand auf den Tribünen gewahrt?

Noch hat der Verein keine konkreten Antworten präsentiert, wie der Abstand auf den Tribünen eingehalten werden soll. Auf Volksstimme-Nachfrage hieß es lediglich, dass es in der kommenden Woche ausführlichere Informationen zur Umsetzung des Hygienekonzeptes geben werde. Mit Blick auf derzeit 10 500 verkaufte Dauerkarten ist es fraglich, ob alle diese eng aneinander gereihten Plätze regulär eingenommen werden dürfen. Wäre eine alternative Sitzplatzbelegung angesichts des Hygienekonzeptes umsetzbar? Im Stehplatzbereich in der Nordkurve soll wohl eine striktere Aufteilung nach Blöcken erfolgen.

Wie soll die Kontaktnachverfolgung funktionieren?

Nicht per luca-App. Diese sei „zu umständlich und nicht zielführend“, sagte Kallnik. Stattdessen solle die Nachverfolgung über die beim Kartenkauf hinterlegten Daten erfolgen.

Wird der FCM einen Tageskartenverkauf anbieten?

Ja, es wird einen Tageskartenverkauf geben. Dabei soll beispielsweise das nicht genutzte Gästekartenkontingent noch für die Heimbereiche in den Verkauf gehen.

Wer darf sich vor dem Stadion impfen lassen?

„Jeder Kurzentschlossene soll sich impfen lassen können. Das ist ein Zeichen für die Fans, dass sie ihren Teil beitragen können“, erklärte Dr. Hennig. Zur Verfügung stehen hauptsächlich mRNA-Impfstoffe.