Fußball

Ausflug der Germania soll sich lohnen

Der VfB Germania Halberstadt reist in die Oberlausitzt zum FC Neugersdorf.

Halberstadt l Nach einer Woche Unterbrechung beziehungsweise Landespokal-Wettbewerb geht die Regionalliga Nordost an diesem Wochenende mit dem 13. Spieltag weiter. Für den VfB Germania führt die Reise in die Oberlausitz.

Am letzten Wochenende hat das Team von Trainer Maximilian Dentz weiteres Selbstvertrauen tanken können. Das 6:0 beim Landesligisten Burger BC soll hier nicht zu hoch bewertet werden, dennoch dürfte dieser Ausflug vor allem einem gut getan haben: Dennis Rothenstein. Der Angreifer hinterließ in der Liga zuletzt einen etwas unglücklichen Eindruck, war nun beim BBC zweifacher Torschütze. Ihm wäre es zu wünschen, dass der Knoten auch im Punktspielalltag platzt und er da auch trifft.

Halberstadts sportlicher Leiter Andreas Petersen lobte den Gastgeber auch einige Tage später noch einmal ausdrücklich. „Wir wurden dort wirklich herzlich und fair behandelt, das kennen wir so nicht und es ist auch nicht selbstverständlich. Darum sei an dieser Stelle noch einmal ‚Dankeschön‘ gesagt.“ Im Achtelfinale des FSA-Landespokals geht es für den VfB wie schon vor einem Jahr zum SV Edelweiß Arnstedt. Am 31. Oktober 2017 setzte sich Germania mit 3:2 beim Verbandsligisten durch, auch dieses Jahr ist Halberstadt wieder am Reformationstag zu Gast im Landkreis Mansfeld-Südharz. „Wir müssen dort sehr aufmerksam sein“, blickte Petersen voraus, „ohne überheblich zu sein, auch dieser Gegner ist für uns machbar. Angenehm ist auch, dass wir nicht so weit fahren müssen“.

Ganz anders verhält es sich diesbezüglich an diesem Wochenende, wenn der VfB Germania heute Nachmittag um 13.30 Uhr beim FCO Neugersdorf antritt. 50 Kilometer wie nach Arnstedt wären ein Traum, stattdessen steht eine knapp fünfstündige Anfahrt an. Deswegen hat sich der VfB-Troß auch schon am Freitag auf den Weg gemacht und im tschechischen Grenzgebiet sieben Kilometer vom Spielort entfernt übernachtet. „Bei dem Verkehr ist es beschwerlich, erst am Spieltag anzureisen“, begründete Petersen die Entscheidung, „solch lange Anfahrt hast du zwangsläufig in den Beinen. Darum machen wir heute eine Ausnahme“.

Der Gastgeber ist sportlich voll im Soll, steht mit 17 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Andreas Petersen weiß, warum sich der Verein ehemalige tschechische Zweitliga-Spieler in seinen Reihen leisten kann und entsprechend sportlich erfolgreich ist. „Dort herrscht eine gute Wirtschaftskraft, die Spieler verdienen gutes Geld.“ Aber auch wenn für die Halberstädter „eine schwere Aufgabe“ bevorsteht, Trainer Dentz und sei junges Team wollen „etwas mitbringen“. Petersen ganz rational: „Man ist nicht anderthalb Tage unterwegs, um dann mit leeren Händen zurückzukehren.“

Auch deswegen wird Max Dentz mutig auftreten, eine offensiv ausgerichtete Mannschaft antreten lassen. Petersen beschreibt mit einem Blick zurück auf das letzte Punktspiel gegen Hertha BSC II: „Das war Werbung für den Regionalliga-Fußball. Das Gleiche haben wir heute vor, du musst gleich gut reinkommen, denn die Neugersdorfer haben Qualität.“