Fußball Zwischenbilanz in der Harzoberliga nach Abschluss der Hinrunde

Aufsteiger sorgen für mächtig Furore - Quedlinburg vor Absturz in die Harzliga

23.02.2012, 04:21

In der Harzoberliga verlief die Hinrunde sehr spannend. Daran haben vor allem die drei Aufsteiger großen Anteil. Aber auch in der unteren Tabellenhälfte ist noch lange nichts entschieden.

Halberstadt (bkr/ige) l Mit dem TSV 1893 Langeln, Schwarz-Weiß Badeborn und dem Harsleber SV Germania stiegen drei absolute Neulinge in die Harzoberliga auf, auch für den Quedlinburger SV, der neben Askania Ballenstedt und Concordia Harzgerode aus der Landesklasse abstieg, war die Harzoberliga Neuland.

Zur Freude von Staffelleiter Hansi Kunze wurde die erste Halbserie bis auf ein Nachholspiel abeschlossen. Inoffizieller Herbstmeister ist der SV Darlingerode/Drübeck, den Grundstein hierfür legte das Team mit seiner Auswärtsstärke. Auf des Gegners Platz blieb die Elf von Trainergespann Ingolf Reulecke, der zur Halbserie Olaf Giese ablöste, und Mike Knobelsdorf ungeschlagen. Danach folgen mit dem TSV 1893 Langeln, der aktuell auf dem zweitern Aufstiegsplatz rangiert, und Schwarz-Weiß Badeborn gleich zwei Neulinge. Der dritte Aufsteiger, Harsleber SV Germania, hatte mit einigen Verletzungsproblemen zu kämpfen, dennoch behauptete sich das junge Team im Mittelfeld (10.). Einige Startschwierigkeiten hatten die Landesklasse-Absteiger aus Harzgerode und Ballenstedt, die sich inzwischen im Tabellenmittelfeld etablierten.

Ein weiterer Kandidat im Aufstiegsrennen dürfte auch der SV Fortuna Halberstadt sein. Der Vizemeister des Vorsaison verbesserte sich nach leichten Anlaufschwierigkeiten auf den vierten Platz und kann nach der Winterpause auf mehrere Neuzugänge bzw. Rückkehrer bauen. Auch Grün-Weiß Hasselfelde und Germania Groß Quenstedt sind noch in Sichtweite zur Spitzengruppe, der SV Veckenstedt will nach der Rückkehr der länger verletzten Leistungsträger Denny Laue und Dominik Kilian ebenfalls vorn angreifen.

Beim Tabellenelften Grün-Weiß Rieder beginnt die Gruppe der abstiegsgefährdeten Teams, hier konnte der TSV Zilly zum Ende der Hinrunde unter dem neuen Coach Olaf Hausmann wichtige Punkte einfahren. Der TuS Elbingerode hat noch ein Nachholspiel auszutragen und könnte mit einem Heimerfolg den Anschluss zum Mittelfeld halten. Im unteren Tabellendrittel rangieren Blau-Weiß Hausneindorf und der TSV Wasserleben. "Diese beiden Gemeinschaften sowie der Quedlinburger SV müssen große Anstrengungen unternehmen, wenn sie in der nächsten Saison nicht in der Harzliga spielen wollen", so Staffelleiter Hansi Kunze.. Da es oben wie unten in der Tabelle eng zugeht, erwartet nicht nur er eine spannende Rückrunde.

Zuschauerzahlen steigen in der Harzoberliga weiter an

Dass die Harzoberliga eine interessante Spielklasse ist, belegen auch die Zuschauerzahlen. 7 678 Besucher stellen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr (6215) dar. Zu 15 Punktspielen kamen mehr als 100 Zuschauer, Rekordkulissen wurden in den beiden Nachbarschaftsderbys zwischen dem TSV Langeln und TSV Zilly (220 Zuschauer) sowie Fortschritt Veckenstedt gegen TSV Langeln (200) registriert.

Kunze berichtet, dass sich die Vereine gut auf den elektronischen Spielberichtsbogen eingestellt haben. "Positiv ist die gute Zusammenarbeit mit allen Vereinen. Dafür möchte ich mich bedanken", so der Staffelleiter.