Olympische Spiele 2021

Drama beim Dressurreiten: Bitteres Olympia-Aus für Caroline Chew wegen blutendem Pferd

Singapurs Dressur-Reiterin Caroline Chew ist am Sonntag von der Qualifikation der Olympischen Spiele in Tokio disqualifiziert worden, weil ihr Pferd Tribiani aus dem Mund blutete.

Von Samantha Günther
Die Reiterin aus Singapur wird bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht mehr an den Dressurwettbewerben teilnehmen können, weil ihr Wallach Tribiani aus dem Mund blutete.
Die Reiterin aus Singapur wird bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht mehr an den Dressurwettbewerben teilnehmen können, weil ihr Wallach Tribiani aus dem Mund blutete. Foto: picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Tokio - Es war ein bitteres Olympia-Aus für Caroline Chew am vergangenen Sonntag. Die Reiterin aus Singapur wird bei den Olympischen Spielen in Tokio nicht mehr an den Dressurwettbewerben teilnehmen können, weil ihr Wallach Tribiani aus dem Mund blutete.

Laut "Asia One" war Chews 17 Jahre altes Pferd top in Form für den internationalen Wettbewerb: "Es war ein verrückter Unfall. Er fühlte sich eigentlich sehr gut, präsentierte sich sehr gut und blieb dann in der Ecke mit der Lippe hängen, glaube ich. Ich habe es nicht gespürt, aber der Richter hat es natürlich gesehen", erklärte Singapurs Dressur-Reiterin Caroline Chew.

Dressurregeln der Internationalen Vereinigung für Pferdesport

Das Nationale Olympische Komitee von Singapur (SNOC) teilte mit, dass Caroline Chew gemäß dem Artikel 430.7.6.1 der Dressurregeln der Internationalen Vereinigung für Pferdesport (FEI) ausgeschlossen wurde.

Dieser besagt, dass die Richter angehalten sind, Pferde aus dem Wettbewerb zu nehmen, wenn sie frisch bluten - auch wenn eine Verletzung des Pferdes nicht beabsichtigt war. Mit der Regel soll das Wohlergehen aller Pferde geschützt werden.

Ein Verbleib im Wettbewerb wäre nur möglich gewesen, wenn es sich um altes, bereits getrocknetes Blut handelt
Ein Verbleib im Wettbewerb wäre nur möglich gewesen, wenn es sich um altes, bereits getrocknetes Blut handelt
Foto: picture alliance/dpa | Friso Gentsch

Ein Verbleib im Wettbewerb wäre nur möglich gewesen, wenn es sich um altes, bereits getrocknetes Blut handelt. Doch die Untersuchung des Richters ergab letztendlich die Disqualifizierung. Chew ist zwar enttäuscht, aber zugleich auch dankbar, denn die Reiterin hatte sich ihr Ticket nach Tokio erst vor einem Monat nach einem kurzfristigen Rückzug Neuseelands verdient.

"Ich würde sagen, es ist ziemlich wunderbar, dass wir überhaupt hierhergekommen sind."

Caroline Chew

"Ich würde sagen, es ist ziemlich wunderbar, dass wir überhaupt hierhergekommen sind. Es war großartig und ich fühle mich ziemlich gerührt und privilegiert, die erste Singapurerin bei den Olympischen Spielen im Pferdesport zu sein. Es ist schade, wie es endete", so die Reiterin.