Regionalliga Präsident Fechner nach 0:4 keineswegs geknickt

FCM lässt Kopf nicht hängen

Von Uwe Tiedemann 30.04.2013, 03:12

Magdeburg l Nach der höchsten Saisonniederlage einer Mannschaft ist meistens Feuer unterm Dach. Nicht so beim Fußball-Regionalligisten 1. FC Magdeburg, der am Sonntag 0:4 bei RB Leipzig unterging.

Präsident Peter Fechner, der die Analyse auf dem Rasen normalerweise Sportchef Mario Kallnik überlässt, wirkte keineswegs geknickt und nahm diesmal ausführlich Stellung: "Unsere ersatzgeschwächte Mannschaft hat sich ja keineswegs destruktiv verhalten, sondern versucht mitzuspielen. Das war auch richtig, denn nur so kann der Trainer erkennen, wer uns nächste Saison wirklich weiterhilft und wer nicht." Der 58-Jährige ergänzte: "Diese Niederlage ist absolut kein Beinbruch, weil RB kein Maßstab war. Man kann nur die Daumen drücken, dass sie auch tatsächlich aufsteigen und nicht wieder alles blockieren. Anders sieht das bei unseren nächsten Kontrahenten Berliner AK (Donnerstag, 19 Uhr, MDCC-Arena) und Optik Rathenow (4. Mai, 13.30 Uhr, MDCC-Arena) aus. Das sind unsere Gegner von morgen. Noch wichtiger ist natürlich das anschließende Pokal-Halbfinale in Elster (8. Mai, 18 Uhr)."

Wie Kallnik bekräftigte auch Fechner ein weiteres Mal, dass der FCM für die Entwicklung der Mannschaft ausreichend Zeit benötigt: "RB spielt seit drei Jahren zusammen, ist zusammengewachsen. Da kann niemand erwarten, dass wir das in einem dreiviertel Jahr schaffen."

Kapitän Marco Kurth sah auch noch einen pädagogischen Aspekt: "Dieses Spiel war Anschauungsunterricht und damit ein Fingerzeig dafür, was alles möglich ist."

Auf die Frage, ob die Gefahr besteht, dass sich die 0:4-Klatsche speziell für die jungen Spieler mental negativ für die restlichen Spiele auswirken könnte, antwortete der 34-Jährige: "Das glaube ich nicht. Und wenn doch, dann sind wir Älteren jetzt gefordert." Fechner nahm diesbezüglich auch das Präsidium in die Pflicht: "Wir werden die Spieler moralisch wieder aufrüsten."

Ein Vorwurf muss dem FCM in der RedBull Arena allerdings gemacht werden: Die Gegentore fielen mitunter viel zu einfach, die Defensive erwies sich alles andere als sattelfest.

Die "roten Bullen" (Transferwert der Mannschaft 6 275 000 Euro, FCM 2 425 000 Euro) setzten mit der Lehrstunde für den Club indes ihren Siegeszug fort (nunmehr 31 Pflichtspiele ungeschlagen) und fiebern bereits den Relegationsspielen um den Drittliga-Aufstieg entgegen.