Magdeburg l Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) strebt in der Corona-Krise eine regional differenzierte Zuschauer-Lösung für den Sport an. So könnten gering belastete Städte wie Magdeburg und Halle zum Saisonstart wieder einen Teil ihrer Stadien und Sporthallen für Fans öffnen – in höher belasteten Regionen hingegen blieben die Arenen weiterhin zu, sagte Haseloff am Dienstag (11. August) der Volksstimme. „Wir brauchen einen Einstieg in den Publikumssport.“ Zuvor hatten sich die Ministerpräsidenten der Länder in einer Telefonkonferenz darauf verständigt, bis Ende August zu klären, ob und wie eine solche differenzierte Lösung bundesweit umgesetzt werden kann. „Bis dahin wissen wir auch, wie sich die Infektionszahlen nach Rückkehr der Urlauber und mit Schulbeginn entwickelt haben“, sagte Haseloff.

Vereine und Städte müssen Fragen klären

In zwei Wochen soll es die nächste Ministerpräsidentenkonferenz dazu geben. Sachsen-Anhalts Regierungschef setzt darauf, dass sich alle Länder einvernehmlich auf ein regional differenziertes Vorgehen einigen. „So bekommen wir den Sport schneller wieder in Gang.“ Allerdings müssten Vereine und Städte noch einige Fragen klären. So müsse sichergestellt werden, dass sich vor den Stadien keine großen Menschentrauben bildeten.

Die Fußballsaison startet in der 1. und 2. Bundesliga und in Sachsen-Anhalt für den 1. FC Magdeburg und den Halleschen FC in der 3. Liga am 18. September. Im Oktober folgen die Handballer des SC Magdeburg in der Bundesliga.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am Montag noch gegen eine Rückkehr der Fans bis zum 31. Oktober ausgesprochen.