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Harte Strafen China verbannt Ex-Nationalcoach lebenslänglich vom Fußball

China verpasst 13 Profivereinen Punktabzüge und sperrt 73 Menschen vom Fußball aus. Unter den Betroffenen ist auch ein Ex-Nationalmannschaftstrainer - sein Fall sorgte landesweit für Aufsehen.

Von dpa 29.01.2026, 06:50
Chinas Fußball wurde in der Vergangenheit immer wieder von Korruptionsskandalen erschüttert. (Symbolbild)
Chinas Fußball wurde in der Vergangenheit immer wieder von Korruptionsskandalen erschüttert. (Symbolbild) Li Bo/Xinhua/dpa

Peking - Chinas Fußballverband hat Ex-Nationalmannschaftstrainer Li Tie, den früheren Verbandspräsidenten Chen Xuyuan sowie 71 weitere Menschen lebenslänglich von Aktivitäten in der Sportart ausgeschlossen. Wie der Verband mitteilte, erhielten zudem knapp einen Monat vor Saisonbeginn insgesamt 13 Profivereine, darunter der Hauptstadtclub Beijing Guoan und die Vereine Tianjin Jinmen Tiger sowie Shanghai Shenhua jeweils Punktabzüge für die Saison 2026 und Geldstrafen.

Der Verband gab die Entscheidung nach einem Behördentreffen zur Bekämpfung von Spielmanipulation und Glücksspiel bekannt. Nähere Angaben zu den Hintergründen für die Sanktionen machte die Vereinigung nicht, sondern nannte lediglich „unzulässige Transaktionen“. 

Wie hoch sind die Strafen?

Die Geldstrafen beliefen sich je Verein zwischen 200.000 und 1.000.000 Yuan (derzeit etwa 24.000 Euro und 120.000 Euro). Tianjin Jinmen Tiger und Shanghai Shenhua müssen mit zehn Zählern den höchsten Punktabzug hinnehmen.

China, das eine Fußballnation werden will, wurde immer wieder von Bestechungs- und Spielmanipulationsskandalen erschüttert. Ende 2024 verurteilte ein Gericht Li Tie, auch Ex-Profi etwa beim FC Everton, wegen Korruption zu 20 Jahren Haft. Mit dem Urteil reihte sich der 48-Jährige in die lange Liste von Prominenten ein, die eine staatliche Anti-Korruptions-Kampagne im Fußball erfasst hatte. Chen Xuyuan erhielt im März desselben Jahres eine lebenslange Haftstrafe wegen Annahme von Bestechungsgeldern.