Kommt das Beste beim SCM zum Schluss? Bei den Magdeburger Bundesliga-Handballern stehen bis zum Jahreswechsel immerhin noch sieben Pflichtspiele auf dem Dienstplan. Den ersten von sieben Streichen im letzten Monat des Jahres planen die Männer um Trainer Frank Carstens bereits am Sonnabend. Um 19 Uhr empängt der aktuelle Tabellenachte das Team von Hannover-Burgdorf zum Heimspiel in der Bördelandhalle, und der insgesamt achte Sieg der Saison soll eingesackt werden.

Magdeburg. Doch nicht nur sportlich gesehen gibt es noch einiges zu tun, ehe man in die planmäßige Winterpause geht. Auch SCM-Manager Marc Schmedt will bis dahin noch einige Weichen für die Zukunft stellen. Nachdem die Vertragsverlängerung von Stian Tönnesen (ein Jahr) und Gerri Eijlers (zwei Jahre) sowie die überraschende Neuverpflichtung des isländischen Nationalkeepers Björgvin Pall Gustavsson ab der neuen Saison verkündet wurden, bastelt der neue Geschäftsführer weiter fleißig am Kader.

"Noch vor Weihnachten", so die Marschroute von Schmedt, sollen die Vertragsgespräche mit Linksaußen Yves Grafenhorst über eine Verlängerung "zum positiven Abschluss" gebracht werden. Während man mit dem Eigengewächs "auf einem guten Weg" sei, wird es wohl in Sachen Andreas Rojewski noch nicht so schnell Nägel mit Köpfen geben.

"Verständlicherweise", wie Schmedt betont, "denn Roje, der am Samstag seine ersten kurzen Einsatzzeiten nach langer Verletzungspause plant, hat momentan ganz andere Dinge im Kopf. Für ihn ist erstmal nur wichtig, dass er wieder auf die Beine kommt. Ich kann allerdings nur betonen, dass er nicht nur sportlich, sondern auch menschlich absolut gut zu uns passt und wir mit ihm auch in Zukunft rechnen", so Schmedt.

"Wir arbeiten an einer Lösung"

Gleiches gelte im Übrigen auch für drei Youngster, gibt der Geschäftsführer einen weiteren Einblick in seine Zukunftsplanungen: "Im Moment arbeiten wir an einer Lösung für Aufbauspieler Philipp Weber, Kreisspieler Benjamin Meschke und Torhüter Dario Quenstedt. Diese drei wollen wir längerfristig an den Verein binden, gleichzeitig sollen sie aber noch ein Jahr Spielpraxis in der eingleisigen zweiten Liga bekommen, um sich weiterzuentwickeln und für unsere erste Mannschaft zu empfehlen."

Schmedts Gedankengänge führen unabhängig davon, dass nach Volksstimme-Informationen bereits mehrere Erstligisten Interesse an einer Verpflichtung des in die Warteschleife verbannten Quenstedt bekundet haben, vor allem in Richtung Zweitspielrecht bzw. Ausleihe. "Wie wir das vertraglich regeln können, das ist alles noch im Fluss und auch deshalb schwierig, weil ja momentan noch nicht abzusehen ist, welche Vereine überhaupt für die eingleisige zweite Liga in Frage kommen", so Schmedt, der auf Anfrage bestätigte, dass "unter anderem der Zweitligist HC Rostock Interesse an den Jungs beziehungsweise an einer Kooperation bekundet hat".

Man werde nun in Ruhe schauen, welche Lösung letztendlich in Frage komme. "Ob die drei 100 oder 150 Kilometer nördlich oder westlich unterkommen, ist egal. Wichtig ist, sie bekommen Spielpraxis und wir können als Erstverein ihre Entwicklung weiter begleiten", hofft der SCM-Geschäftsführer eine sinnvolle Lösung zu finden.

Als äußerst sinnvoll hat sich bereits eine andere Idee entpuppt: Die vom SCM auf den Weihnachts-Markt "geworfene" Rückrunden-Dauerkarten-Geschenkbox (Volksstimme berichtete) ist laut Schmedt ein echter Verkaufsschlager: "Wir haben bereits 250 solcher Boxen verkauft, das übertrifft all unsere Erwartungen."