Die Handballer des SC Magdeburg sind in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Wie erhofft – und auch erwartet – erwies sich Aufsteiger Ahlen-Hamm als ein "Aufbaugegner" zur richtigen Zeit am richtigen Ort. So erlebten die 3804 Zuschauer gestern Abend in der Bördelandhalle einen, wenn auch erst in der zweiten Hälfte sichergestellten 34:26 (16:13)-Erfolg. Beim siebten Saisonsieg war Robert Weber der treffsicherste Schütze (9/2).

Magdeburg. Im guten Willen, die Scharte von Göppingen auszuwetzen (17:29), versuchte der SCM sofort das Heft des Handelns an sich zu reißen. Doch die Männer um Gäste-Coach Kay Rothenpieler, der nach dem Rauswurf des erfolglosen Jens Pfänder vor 14 Tagen nur für zwei Partien den "Feuerwehrmann" spielen und danach wieder in seinen Job als Manager im Gartencenter seines Vaters zurückkehren wollte ("Nach Magdeburg ist für mich wieder Schluss"), machten den Hausherren einen Strich durch die Rechnung. Aus einer offensiven 5:1-Deckung heraus hielt man zunächst dagegen. Die jeweilige Führung des SCM glich Linkshänder Schröder im Gegenzug mit seinen Treffern aus (4:4/8. Minute).

Die Magdeburger mühten sich redlich, Keeper Eijlers, der in Göppingen einen rabenschwarzen Tag hatte, sowie die zuletzt ebenfalls in der Kritik stehende linke Seite (Grafenhorst/van Olphen) zeichneten sich in der Anfangsphase mehrfach aus. Doch der erhoffte Befreiungsschlag und die leichten Tore wollten irgendwie nicht gelingen. Alles sah nach schwerer Arbeit aus.

Und doch wuchs der Vorsprung stetig. In der 20. Minute hatte man sich im wahrsten Sinne des Wortes ein Fünf-Tore-Polster erkämpft. Doch auch das reichte nicht aus, um die Bremse im Kopf zu lösen. So gelang es Ahlen-Hamm, sich auf ein 12:15 (25.) heranzupirschen.

Auch nach dem Wiederanpfiff sah es zunächst nicht danach aus, dass die Magdeburger zu ihrem Spiel finden würden. Die Zahl der technischen Fehler blieb hoch, und die Angriffsquote ließ weiter zu wünschen übrig. So blieb der sich weiter tapfer wehrende Aufsteiger dran (20:22/43.).

Dann endlich ein Aufbäumen des SCM – stark in dieser Phase der eingewechselte Torhüter Quenstedt. Gleichzeitig ließen beim Gegner Kraft und Konzentration nach. So bauten die Magdeburger ihren Vorsprung durch fünf Tore am Stück auf 27:20 aus (51.) Der Bann war gebrochen ... Am Ende hieß es standesgemäß 34:26 für den SCM.

SCM: Eijlers, Quenstedt - van Olphen 6, Tönnesen 1, Jurecki 3, Landsberg 3, Grafenhorst 4, Natek 3, Weber 9/2, Wiegert, Coßbau 2, Doborac 3, Balogh, Hornke

Ahlen-Hamm: Ziemer, Friedrich - Hock 3/3, Lammers 1, Machulla 4, Pomeranz, Schröder 6, Gudat 3, Rycharski 3, Schmetz, Simon 1, Glößner, Göde, Wiegers 5

Schiedsrichter: Moles/Pittner (Heddesheim/Laudenbach). Zuschauer: 3804. Siebenmeter: SCM 3/2, Ahlen-Hamm 4/3. Zeitstrafen: 5/4.