Magdeburg/Göppingen l Am Freitag, um 14.30 Uhr, hob eine grün-rote Charter-Maschine in Cochstedt ab. Ziel: Göppingen via Stuttgart. An Bord: SCM-Trainer Bennet Wiegert und 15 Spieler. Im Gepäck: Viel Elan und Selbstvertrauen sowie die Hoffnung auf ein Happy End im Kampf um den Einzug ins Final Four des EHF-Cups in Nantes (Frankreich/14. und 15. Mai).

Ein Platz blieb beim Abflug allerdings frei. Denn obwohl im Europacup 16 Akteure zum Einsatz kommen können, verzichtete Wiegert darauf, zu den 15 Stammspielern noch einen Youngster mitzunehmen. „Die Youngster haben am Sonnabend ihr letztes Heimspiel und es sollen sechs Spieler verabschiedet werden. Es wäre nicht gerecht, einem der infrage kommenden Jungs diesen besonderen Moment zu verwehren – zumal ich demjenigen keine Einsatzgarantie in Göppingen geben kann“, begründete der Ex-Coach der SCM-Reserve die Rücksichtnahme.

Besondere Vorsicht ist dagegen bei Michael Haaß angesagt. Der Regisseur des SCM hatte sich laut Wiegert beim Spiel gegen Flensburg einen „steifen Hals“ zugezogen. Dennoch will er unbedingt beim Spiel gegen seinen Ex-Verein Göppingen (2009 bis 2013) auflaufen. „Wir haben noch 24 Stunden Zeit, ,Hassan‘ spiel- und leistungsfähig hinzubekommen. Ich gehe davon aus, dass er nicht ausfällt“, war Wiegert optimistisch.

Im Rahmen der Vorbereitung habe er die Sinne seiner Spieler noch einmal auf die individuellen Stärken der Akteure geschärft, „auf deren Schultern die Hauptlast liegen wird: Adrian Pfahl, Lars Kaufmann oder Michael Kraus“, so Wiegert, dessen Matchplan keine großen Interpretationsmöglichkeiten zulässt: „Wir spielen auf Sieg!“