Magdeburg l Das Warten hat ein Ende. Am Sonntag schließt der SC Magdeburg seine Saison bei Frisch Auf Göppingen ab – elf Tage nach dem letzten Heimspiel gegen Bietigheim. „Das war für mich das Schlimmste“, sagt Spielmacher Marko Bezjak, „dass es noch einmal so lange gedauert hat, bis die Saison nun beendet wird.“

Umso mehr gilt es nun, die Kräfte ein letztes Mal zu mobilisieren. Denn: „Unser Ziel ist, den dritten Platz zu verteidigen“, betont Bezjak, „und das wird gar nicht so leicht, denn ich erwarte ein enges Spiel.“ Wobei die Magdeburger von einem Umstand besonders profitieren könnten: „Die Göppinger haben über die Saison hinweg auswärts deutlich besser gespielt als zu Hause“, merkt Bezjak an. 2019 konnten die Schwaben von acht Heimspielen lediglich zwei gewinnen. Daneben stehen fünf Niederlagen und ein Unentschieden in der heimischen EWS-Arena. „Darin liegt eine gewisse Chance für uns“, meint Bezjak.

Vorfreude auf Sommer

Zudem verabschieden sich am Sonntag bei Frisch Auf vier Spieler – Allan Damgaard, Bruder von Michael Damgaard, Joscha Ritterbach, Primoz Prost und Ex-SCM-Spieler Jens Schöngarth. Dass das in den Köpfen der Handballer durchaus präsent ist, hat der SCM im letzten Heimspiel gegen Bietigheim selbst erfahren. „Inwiefern das eine Rolle spielen wird, kann ich aber nicht einschätzen. Ich weiß nur, dass wir nicht hinfahren, um Tschüss zu sagen“, sagt Bezjak.

Der Slowene selbst zeigte sich zuletzt gegen Bietigheim sehr spielfreudig, suchte oft den Abschluss und kam auf sechs Tore bei sieben Versuchen. Trotzdem: „Die Vorfreude auf die Sommerpause ist schon da, keine Frage.“ Und die ist durchgeplant: Erst reist der Handballer zu seiner Familie nach Slowenien, dann geht es für zwei Wochen in die Türkei.

Bezjak pausiert beim National-Team

Für Marko Bezjak fällt die handballfreie Zeit zudem etwas länger aus, da er in der slowenischen Nationalmannschaft weiterhin pausiert. „Ich habe einfach gemerkt, dass mein Körper in meinem Alter doch etwas mehr Zeit braucht, um Verletzungen richtig auszukurieren. Daher habe ich diese Entscheidung so getroffen“, erklärt Bezjak. Und wenn er dadurch auf seine gesamte Karriere gerechnet ein, zwei Jahre länger spielen könnte, „dann wäre das doch schon etwas“.

Auch mit dem dritten Platz – den die Magdeburger nur abgeben müssen, wenn sie verlieren sowie die Rhein-Neckar Löwen gewinnen und 25 Treffer in der Tordifferenz wettmachen – kann er sich letztlich anfreunden. „Für uns zählen eigentlich nur Titel, das ist einfach so. Aber es ist 14 Jahre her, dass der SCM so eine Platzierung zuletzt erreicht hat. Deshalb können wir trotzdem stolz darauf sein.“

Außerdem hat die Platzierung für ihn immer auch eine weitere Bedeutung. „Daran kann ich ablesen, dass wir uns wieder gesteigert haben. Nicht nur auf dem Feld, sondern eben auch wirklich auf dem Papier.“

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