Magdeburg l Mit grün-roten Fähnchen, die am Mittwochabend in der Getec-Arena auf jedem Sitzplatz auslagen, wurde am letzten Heimspieltag noch einmal der Zusammenhalt zwischen Fans und SC Magdeburg symbolisiert. Doch das hätte es an diesem Tag überhaupt nicht gebraucht: Die Getec-Arena war ausverkauft, die Zuschauer wollten gleich fünf Spieler gebührend verabschieden. Für Robert Weber, Dario Quenstedt, Mads Christiansen, Ignacio Plaza und Carlos Molina war es nämlich das letzte Heimspiel.

Und es hatte fast den Anschein, als ob die anstehenden Verabschiedungen in den Köpfen der Spieler eher präsent war, als die Partie selbst. Dabei ging es auch aus sportlicher Sicht um etwas: Der SCM wollte Rang drei in der Handball-Bundesliga festigen, Bietigheim Punkte im Abstiegskampf  holen. Wider erwarten wurde es kein Torspektakel, sondern ein schwer erkämpfter Sieg für die Magdeburger: Mit 23:19 (9:13) setzte sich der SCM letztlich durch.

Die Gäste waren nämlich wacher:  Nach zehn Minuten lagen die Schwaben 5:2 in Front. Dario Quenstedt, der von Beginn an im Tor stand, verhinderte mit elf Paraden allein in der ersten Halbzeit Schlimmeres.

Vor allem im Angriff der Magdeburger lief es nicht rund. Zu oft wurden Chancen leichtfertig vergeben, Pässe kamen nicht an. Beim 8:8 (19. Minute) traf Marko Bezjak zwar zum Ausgleich, die "Jetzt geht's los"-Rufe der Magdeburger Anhänger halfen aber nicht. Mit einem 3:0-Lauf zog Bietigheim wieder auf 8:11 davon, beim Stand von 9:13 ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte schaffte der SCM dann die Wende - jedoch erst nach gut zehn Minuten. Bietigheim agierte im Angriff zu uninspiriert, in der Abwehr minimierten sie sich durch zu hartes Eingreifen selbst. Zeljko Musa traf beim 17:16 (46.) erstmals zur Führung für den Club, die dann kontinuierlich und durch eine gute Abwehrarbeit ausgebaut wurde. Marko Bezjak stellte beim 21:16 (50.) eine vorentscheidende Fünf-Tore-Führung her. Den Vorsprung schenkte der SCM bis zum 23:19-Endstand auch nicht mehr ab.