Magdeburg l Bei der Verabschiedung von Robert Weber gab es Unstimmigkeiten darüber, ob der Rekordtorschütze der SCM-Handballer in die „Hall of Fame“ aufgenommen werden soll oder nicht. Weil die Regularien nicht ganz eindeutig waren, hat der Verein die Spielpause genutzt, um die Kriterien jetzt neu und klar aufzustellen.

Wichtigste Neuerung ist, dass Spieler nur noch aufgenommen und ihre Trikots nur noch unter das Hallendach gehängt werden, wenn sie ihre Karriere beendet haben. SCM-Geschäftsführer Marc-Henrik Schmedt erklärt: „Es passt einfach nicht, wenn jemand gegen sein eigenes Trikot spielen würde.“ Was bei Weber jetzt ja der Fall gewesen wäre, wenn er mit Nordhorn nächste Woche in die Getec-Arena kommt.

Ältestenrat des SCM entscheidet

Den Antrag zur Aufnahme kann künftig jedes Mitglied des SCM stellen. Er muss aber begründet sein und durch mindestens 20 weitere Mitglieder unterstützt werden. Die Vorschläge sind an den Vorsitzenden des Ältestenrates, Ingolf Wiegert, zu richten. Der wird im Gremium künftig unterstützt von Detlef Giele, Gunar Schimrock, Steffen Stiebler und Yves Grafenhorst. „Wir haben dadurch noch mehr Sportkompetenz im Ältestenrat. Außerdem sind es alles Spieler, die selbst nur für den SCM gespielt haben und mit dem Verein immer eng verbunden waren“, erklärt Schmedt, der genau wie SCM-Vizepräsident Leistungssport, aktuell Eik Ruddat, ebenfalls stimmberechtigt ist.

Internationale Titel kein Muss

Neu ist auch, dass der vorgeschlagene Kandidat nicht mehr zwingend einen internationalen Titel gewonnen haben oder Meister geworden sein muss. Schmedt: „Eine eventuelle Aufnahme ist in der Gesamtheit zu bewerten und soll sich nicht nur an K.o.-Kriterien orientieren.“ Berücksichtigt werden auch das Auftreten und anderweitige Verdienste für den Verein. So könnten also auch die Trikots von Weber und von Ex-Kapitän Fabian van Olphen unter das Hallendach kommen.