Magdeburg l Nach Abpfiff dauerte es nicht lange, bis die Bundesliga wieder Thema in der Getec-Arena war. Als in der Pressekonferenz verkündet wurde, dass der SC Magdeburg im nächsten Heimspiel auf Flensburg-Handewitt trifft, zuckte Gäste-Trainer Marcin Lijewski mit den Augenbrauen. „Das wird schwer“, meinte er zu seinem Gegenüber Bennet Wiegert.

SCM kurz aus Liga-Alltag raus

Der EHF-Pokal hatte die Handballer somit nur kurz aus dem Liga-Alltag reißen können, dafür war das Intermezzo aber eine willkommene Abwechslung – und zudem noch eine erfolgreiche. Der SCM qualifizierte sich gestern Nachmittag vor 4336 Zuschauern souverän für die Gruppenphase im EHF-Cup, die am Donnerstag ausgelost wird. 37:26 (22:15) endete das Rückspiel gegen Gornik Zabrze aus Polen.

„Über weite Strecken haben wir das gut gemacht. Wir konnten auch die Unzufriedenheit nach dem Donnerstag abschütteln“, meinte SCM-Trainer Wiegert. Denn die Füchse-Niederlage (27:29), das merkte Wiegert an, war auch Tage danach noch allgegenwärtig. „Die Enttäuschung hat man in den Trainingseinheiten deutlich gespürt. Vor allem auch, weil wir eben so gekämpft haben.“

SCM verliert gegen Füchse Berlin

  • Foto: David Behrendt

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Rückspiel als Formsache

Dagegen war das EHF-Cup-Rückspiel am Sonntag mehr oder weniger nur noch Formsache. Mit dem deutlichen Erfolg im Hinspiel (37:25) hatten sich die Magdeburger ja schon eine gute Ausgangslage verschafft.

Doch darauf ruhte sich der SCM nicht aus – im Gegenteil: Konzentriert und konsequent traten sie auf, ließen nichts anbrennen. Dabei hatte Wiegert seine gewohnte Start-Aufstellung auf mehreren Positionen verändert. Im rechten Rückraum durfte Christoph Steinert von Beginn an ran, ebenso wie Tobias Thulin im Tor, Tim Hornke auf Rechts- und Lukas Mertens auf Linksaußen. Zur Verstärkung – durch die Verletzungen von Zeljko Musa sowie Erik Schmidt bedingt – rückten die Youngsters-Spieler Niklas Danowski und Justin Kurch in den Profi-Kader auf.

SCM: Klare Halbzeit-Führung

Die Partie begann zunächst ausgeglichen, bis Zabrze im Angriff leichte Fehler produzierte, die der SCM eiskalt ausnutzte. Ab dem Stand von 6:5 (7. Minute) ließen die Magdeburger einen 4:0-Lauf folgen. Hornke per Gegenstoß sowie Steinert und Filip Kuzmanovski, die beide im Rückraum mutig agierten und ihre Wurfgewalt aufblitzen ließen, trieben das Spiel voran. Mertens stellte den 22:15-Halbzeitstand her. Es war schon sein fünfter Treffer im Spiel.

Er war es übrigens auch, der nach dem Seitenwechsel zur Zehn-Tore-Führung traf (26:16/37.). Der SCM zeigte eine fast durchweg stabile Leistung, nur kurzzeitig schlich sich der Schlendrian in Form von technischen Fehlern ein.

Den Polen unterliefen davon deutlich mehr. „Damit haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht“, folgerte Iso Sluijters, der mit sieben Treffern erfolgreichster Schütze bei Zabrze war. „Der SCM hat das sofort mit Kontern bestraft. Trotzdem haben wir hier viel gelernt – auch wenn es vielleicht nicht so ausgesehen hat.“

SCM: Musa mit Schiene

Beim SCM stand neben dem sportlichen Erfolg zudem noch eine Personalie im Vordergrund. Zeljko Musa, der sich im Spiel gegen die Füchse verletzt hatte, saß mit Schiene am linken Knie im Publikum. „Zwischen drei und vier Wochen wird er fehlen“, mutmaßte Wiegert. Die genaue Diagnose steht weiter aus.

„Unser Kader ist so aufgestellt, dass wir das auffangen können“, sagte der Trainer weiter. Am Donnerstag schon muss das seine Mannschaft bei den Eulen Ludwigshafen beweisen. Womit man wieder beim Thema Bundesliga wäre.