Magdeburg l Wenn sich an den Bratwurstständen rund um die Getec-Arena lange Schlangen bilden und grün-rot die Farben der Kleidung bestimmt, dann ist wieder Handballzeit. Zwar ging es für den SC Magdeburg am Mittwochabend noch nicht um wichtige Punkte oder ein Weiterkommen im Pokal, aber trotzdem pilgerten rund 4000 Fans in die Halle.

Schon drei Stunden vor dem Anwurf waren die ersten Fans an der Arena, um sich bei der Autogrammstunde die neuen Karten der SCM-Spieler zu sichern. Besonders gefragt waren dabei natürlich die Neuzugänge um Tim Hornke. Im Fanshop blieb beim Trikot-Verkauf die „Sechs“ von Matthias Musche der große Renner.

Der Linksaußen und Publikumsliebling war es auch, der nach einer knappen Minute die Fans in der Halle erstmals jubeln ließ, als er seine Mannschaft gegen den slowenischen Meister RK Celje mit 1:0 in Führung brachte. Nach zehn Minuten hatte Musche beim 7:5 schon vier Tore auf dem Konto. Aber Tore, Zwischenstände und das Endergebnis spielten an diesem Abend nur eine zweitrangige Rolle. Bis zum Pflichtspielstart mit der ersten Runde im DHB-Pokal sind schließlich noch zehn Tage Zeit.

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Entscheidend war vielmehr, dass sich keiner verletzt hat und alle Spieler auf ihre wichtigen Einsatzminuten kamen. Auch der zuletzt wegen einer Verletzung am Ellenbogen geschonte Michael Damgaard stand auf der Platte.

Auf der Bank Platz nehmen musste dagegen Albin Lagergren, der nach seinem Mittelfußbruch aber Fortschritte macht und mittlerweile wieder joggen kann.

Die Gäste aus Slowenien stellten sich als ebenbürtiger Gegner heraus, wobei der SCM auch erst in der zweiten Halbzeit das Tempo anzog und Celje mehr in Bedrängnis brachte. Aufholen muss der SCM noch in der Abwehr: Da hatte das Team von Bennet Wiegert phasenweise kaum Zugriff. Diogo Silva, der allein zwölf Tore erzielte, bekamen sie bis zum Schluss nicht unter Kontrolle.

Dennoch war Wiegert „unterm Strich zufrieden“. Der Coach erklärte allerdings auch: „Gerade, was die Abwehr betrifft, habe ich noch einiges zu kritisieren. Punktspielreif war das heute noch nicht.“

Nach Abpfiff war der Abend aber noch lange nicht zu Ende. Vor der Arena wurde der Sieg weiter gefeiert.