Hamburg l Dass es am Ende noch mal so knapp werden würde, hätte zu Beginn des Spiels keiner gedacht. Nach einer Viertelstunde lagen die Magdeburger mit 5:2 vorn. Während Jannick Green in der mit 13200 Zuschauern ausverkauften Hamburger Arena mit einer Parade nach der anderen glänzte, traf Michael Damgaard wie er wollte.

Zur Pause klar auf der Siegerstraße

Fünf Minuten vor der Pause waren die Grün-Roten, angetrieben von ihren fantastischen Fans, sogar mit fünf Toren (12:7) vorn. Und Matthias Musche traf mit der Pausensirene zum 15:11. Die Kurve der SCM-Fans tobte.

Beim SCM ging nichts mehr

Aber nach dem Seitenwechsel holten die bis dahin eher harmlosen Recken Tor für Tor auf, glichen zum 18:18 (40.) aus und waren eine Viertelstunde vor Schluss sogar mit zwei Toren (21:19) vorn. Dagegen ging beim SCM plötzlich nichts mehr. 

SCM-Trainer Bennet Wiegert lief vor der Wechselbank hin und her. Aber auch der Torwartwechsel von Green auf Dario Quenstedt brachte zunächst nichts. Zehn Minuten vor Schluss lagen die Magdeburger mit 21:24 hinten.  

Quenstedt mit starken Paraden

"Kämpfen und siegen" dröhnte es aush der SCM-Fankurve. Beim Stand von 22:24 packte Quenstedt die erste Parade aus. Und weil Robert Weber auf der anderen Seite traf, hieß es neun Minuten vor Schluss nur noch 23:24. Per Fuß rettete Quenstedt dann auch noch bei einem Hüftwurf von Kai Häfner. Damgaard netzte im Gegenzug zum 24:24 ein. 

Die Spannung stieg und stieg. Der zuletzt oft nur auf der Bank sitzende Quenstedt wuchs über sich hinaus. Und als Piotr Chrapkowski gut zwei Minuten vor Schluss zum 28:27 traf, hielt es keinen der rund 2000 SCM-Fans mehr auf den Sitzen.

Goldenes Tor von O'Sullivan

Aber Hannover glich erneut aus. 28:28 - und noch eine Minute war zu spielen. Wie zuletzt gegen Flensburg nahm sich erneut Weber den Ball und traf zum 29:28. Aber das war es immer noch nicht. 21 Sekunden vor Schluss gab es noch mal Siebenmeter für Hannover, den Veit Mävers zum 29:29 verwandelte. Aber SCM-Kapitän Christian O'Sullivan traf fast mit der Schlusssirene zum Sieg und warf damit den SCM ins Finale des Final Four um den DHB-Pokal.

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