Magdeburg l Für Albin Lagergren wäre das Duell in der Handball-Bundesliga mit den Rhein-Neckar Löwen am Sonntag (16 Uhr, Sky) in der Getec-Arena ein ganz besonderes Spiel gewesen. Denn dass der Linkshänder des SC Magdeburg im Sommer 2020 nach Mannheim wechseln soll, ist schon lange ein Thema. Durch seine Operation am rechten Fuß muss er sich das Spiel gegen seinen Bald-Club nun aber von der Tribüne aus anschauen.

Obwohl sich der Schwede und die Löwen längst einig sein sollen, steht eine offizielle Bestätigung der Verpflichung seitens der Rhein-Neckar Löwen bisher immer noch aus. Im Raum stand zuletzt ja sogar, dass Lagergren bereits in diesem Sommer wechseln soll. Dieses Thema scheint aber vom Tisch zu sein. Die Löwen wollen zum einen keine Ablösesumme zahlen und haben zum anderen ihre Kaderplanungen für die neue Saison abgeschlossen. Mit Niclas Kirkelökke und Alexander Petersson stehen zwei Spieler für den rechten Rückraum bereit. Und da die Löwen nächste Saison nicht in der Champions League spielen, muss der Kader nicht zwingend dreifach besetzt sein.

SCM hält sich bedeckt

Gerne hätten die Magdeburger mit Lagergren vorzeitig verlängert. Aber weil der Schwede unbedingt zu den Löwen will, musste der SCM umplanen. Und soll sich mit einem neuen Linkshänder auch schon einig sein. Der Isländer Omar Ingi Magnusson soll ab der übernächsten Saison im rechten Rückraum des SCM spielen. Die Magdeburger Verantwortlichen halten sich aber noch bedeckt und wollen die Personalie nicht kommentieren.

Mit 1,86 Meter bringt der 22-Jährige übrigens die gleiche Körpergröße wie Lagergren mit. Aktuell wirft er noch für Aalborg in Dänemark Tore. Mit 129 Treffern in 26 Spielen ist Magnusson bester Werfer seines Teams und hat großen Anteil daran, dass Aalborg nach der Hauptrunde den Spitzenplatz belegte und als Favorit in die Meisterschaftsrunde geht.

Stammspieler im National-Team

Nachdem er im Sommer 2016 von Valur Rejkjavik zum dänischen Club Aarhus wechselte, unterschrieb er vorigen Sommer einen Zweijahresvertrag in Aalborg. Somit wird er sich die Position im rechten Rückraum also noch eine Saison mit Mads Christiansen teilen. Der Däne wechselt ja aus Magdeburg zurück in seine Heimat.

Obwohl er erst 22 Jahre alt ist, sammelte Magnusson schon viel Erfahrung und gehört zu den jungen Wilden seiner Nation. Bei den Weltmeisterschaften 2017 und 2019 sowie bei der EM 2018 stand er im Kader der isländischen Nationalmannschaft. Und in der Statistik hat er bisher 44 Länderspiele mit 118 Toren auf dem Konto. 2015 war er bei der Junioren-WM mit acht Toren der Matchwinner im Spiel um Rang drei gegen Spanien (26:22). Das zeigt deutlich, dass er in den entscheidenden Momenten auch gerne die Verantwortung übernimmt und diesen Druck sogar liebt.

Aufgrund seines Talents wurde er sogar schon mit der isländischen Handball-Legende Olafur Stefansson verglichen. Der inzwischen 45-Jährige spielte von 1998 bis 2003 beim SC Magdeburg im rechten Rückraum.

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