Magdeburg/Göppingen l Das letzte Spiel der Saison führte den SC Magdeburg am Sonntag nach Göppingen. Für SCM-Trainer Bennet Wiegert eine "hochgradig gefährliche" Partie - die sein Team aber hochgradig effektiv und souverän meisterte. Mit 31:24 (18:12) setzte sich der SCM durch und hatte noch einmal sichtlich Spaß am Handball, bevor sich die Spieler in die Sommerpause verabschiedeten.

Nur zu Beginn mussten die Magdeburger einem Rückstand hinterherlaufen, als Nemanja Zelenovic (2:1/2. Minute) und Marcel Schiller (3:2/5.) die Hausherren jeweils in Führung brachten. Dann konterte der SCM aber erfolgreich über Zeljko Musa, Mads Christiansen und Daniel Pettersson legten gleich auf ein 5:3 (9.) nach. Die Göppinger Abwehr ließ sich zu einfach austanzen, beispielsweise als Linksaußen Matthias Musche einlief und von Halbrechts zum 6:4 traf. Frisch Auf-Coach Hartmut Mayerhoffer reagierte in kürzester Zeit mit zwei Auszeiten, um sein Team besser einzustellen.

In der Defensive zeigte das Wirkung, insbesondere weil Joscha Ritterbach die Magdeburger in der Folge aktiv anging. Im Angriff leisteten sich die Hausherren aber weiterhin zu viele Fehlpässe, die der SCM prompt für die eigene Führung verwendete. Nach 20 Minuten netzte Pettersson bereits zum Stand von 14:7 ein.

SCM-Sieg nicht gefährdet

Göppingen warf vor der Halbzeit noch einmal alles aufs Spielfeld, um wieder ranzukommen. Beim 10:15 durch Josip Peric und 11:15 (27.) durch Marco Rentschler sah es auch so aus, als ob die Schwaben die Wende schaffen könnten. Doch SCM-Kapitän Christian O'Sullivan und Musa antworteten prompt und stellten erneut eine Sechs-Tore-Führung her (17:11). Den 18:12-Halbzeitstand erzielte dann Christiansen, der eine starke Leistung zeigte und nach 30 Minuten fünf Treffer bei einer hundertprozentigen Wurfquote beisteuerte.

Nach der Pause agierte der SCM dann zwar weniger überzeugend, gefährdet war der letzte Auswärtssieg allerdings nie. Auch, weil Jannick Green gleich mehrere freie Würfe der Göppinger parierte. Durch zwei Siebenmeter, geworfen von Marcel Schiller, schmolz die Führung allerdings auf 23:19 (49.). Größer wurde der Druck jedoch nicht. Als Michael Damgaard sehenswert zum 28:20 (56.) traf, hatte der SCM die Führung von vier schon wieder auf acht Tore ausgebaut.

Weber wirf letztes Tor

Zum Schluss durften auch Dario Quenstedt und Robert Weber noch einmal ran, die den SCM verlassen werden, sowie Lukas Mertens auf Linksaußen für Musche. Und der letzte SCM-Treffer gelang dann auch Weber, als er zum 31:23 einnetzte. Danach traf lediglich noch Peric für Göppingen zum Endstand von 31:24. Nach 14 Jahren hat der SCM somit eine Saison wieder auf Platz drei in der Bundesliga abgeschlossen.

"Ich war froh, dass ich noch einmal ein paar Einsatzminuten bekommen habe und ich mich mit einem schönen Treffer verabschieden konnte", sagte Robert Weber nach Abpfiff bei Sky. Matthias Musche wurde mit 256 Treffern Torschützenkönig. "Ich freue mich wirklich. Aber noch glücklicher bin ich über Rang drei, denn den kann uns ja jetzt niemand mehr nehmen", sagte Musche. "Wir wollen uns an der Bundesliga-Spitze unbedingt festsetzen. So wollen und werden wir jetzt weitermachen."