Magdeburg l Der SC Magdeburg bleibt auf Erfolgskurs. Mit einem 28:20 gegen Nordhorn wurde in der Bundesliga der vierte Sieg in Folge gefeiert. Überragender Spieler war Jannick Green, der mit einer Fangquote von 47 Prozent vor allem den Ex-Magdeburger Robert Weber zum Verzweifeln brachte.

Däne mit einer Fangquote von 47,4 Prozent

Als Jannick Green nach dem Sieg gegen Nordhorn auf seine überragende Fangquote angesprochen wurde, entschuldigte sich der SCM-Torwart dafür. „Gerade gegen Robert Weber hatte ich auch ein bisschen Glück“, so Green, der dabei aber ein zufriedenes Glückslächeln auflegte. Mit 18 Paraden bei 38 Würfen des Gegners kam er auf eine Fangquote von 47,4 Prozent. Damit war der Däne der überragende Mann beim 28:20 (12:9) der Magdeburger gegen Nordhorn.

Dass nach den Schützenfesten gegen Balingen und Erlangen nur die Höhe des SCM-Sieges in Frage gestellt war, gefiel Trainer Bennet Wiegert überhaupt nicht. „Wir haben eine gute Serie, aber die müssen wir immer wieder bestätigen und fangen deshalb auch gegen Nordhorn bei Null an“, sagte er vor dem Anwurf. Und seine mahnenden Worte wurden zunächst auch bestätigt.

Obwohl Green speziell gegen Weber einige richtig gute Paraden hinlegte, taten sich die Magdeburger lange schwer und konnten sich erst kurz vor der Pause ein bisschen absetzen.

SCM kam schwer in Tritt

Bis zur ersten Führung der Gastgeber vergingen immerhin elf Minuten. Da sorgte der zuletzt überragende Marko Bezjak für das 5:4. Doch die Nordhorner ließen sich nicht abschütteln. Sieben Minuten vor der Pause leuchtete ein 9:9 von der Anzeigetafel. Das war Wiegert dann doch etwas Spannung zuviel. „Bis zur Pause arbeiten wir im Angriff noch am Ergebnis und gehen mit drei, vier Toren Vorsprung in die Kabine“, forderte er in der Auszeit. Weil Green unter anderem erneut gegen Weber hielt, hieß es zur Pause dann auch 12:9.

Nordhorns Weber verzweifelt an Green

Nach dem Seitenwechsel zogen die Grün-Roten weiter das Tempo an und erhöhten in der 36. Minute auf 16:11. Dieser Vorsprung wurde kontinuierlich weiter ausgebaut. Eine Viertelstunde vor Schluss waren die Magdeburger auf 20:13 enteilt. Beim Duell Green gegen Weber war der SCM-Rekordtorschütze (1944 Tore von 2009 bis 2019) so entnervt, dass er sich nach einer weiteren Parade auf die Bank setzte. Bei einem Siebenmeter kam der Österreicher aber vier Minuten vor Schluss wieder zurück – und Green hielt mit dem linken Fuß. Weber: „Meine Quote macht mich traurig. Denn die Rückkehr nach Magdeburg habe ich mir natürlich ganz anders vorgestellt. Aber vielleicht mache ich mir da zuviel Druck und Gedanken“, so Weber dem bei sieben Versuchen nur zwei Tore gelangen, was eine Quote von 29 Prozent bedeutet. Green dagegen freute sich: „Es läuft bei uns momentan richtig gut.“

Nach Greens Parade sorgte Lukas Mertens im nächsten Angriff für die erste Zehn-Tore-Führung (27:17), die am Ende noch ein bisschen schrumpfte. Auch weil Weber nach zuvor vier vergeblichen Versuchen doch noch aus dem Feld traf.

Kommt Balingens Jensen zum SCM?

Möglicherweise wechselt sich Green in der nächsten Saison mit einem Landsmann ab. Balingens Keeper Mike Jensen wird nämlich in der Gerüchteküche ganz heiß als Nachfolger von Tobias Thulin, dessen Vertrag ausläuft, gehandelt.

Der SCM hält sich da aber noch bedeckt und legt den Fokus auf das Spiel in Wetzlar morgen Abend. Wiegert: „Nach dem Spiel gelobt zu werden, geht runter wie Öl. Wir sind auch in einem guten Rhythmus und haben die Ruhe bewahrt. Doch jetzt geht es darum, diesen Lauf am Dienstag in Wetzlar fortzusetzen.“