Magdeburg l Riesenaufregung nach der Schlusssirene beim Handball-Bundesliga-Spiel des SC Magdeburg in Nürnberg gegen Erlangen. SCM-Trainer Bennet Wiegert war am Ostersonntag außer sich und tobte in Richtung Zeitnehmertisch.

Fragwürdige Umarmung

Beim TV-Sender Sky wurde das damit abgetan, dass der Magdeburger Coach sein Temperament schwer bremsen kann und nach Niederlagen auch noch Frust hinzukommt. Aber Wiegert war nach Spielende kein schlechter Verlierer, sondern hatte sich daran erzürnt, dass Spielleiter Holger Fleisch und Erlangens Geschäftsführer René Selke sich in die Arme nahmen. Auch wenn man sich persönlich gut leiden kann, ist da von Offiziellen sicher ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl gefragt. Zumal Erlangen den letzten Angriff gut 80 Sekunden lang runterspielen durfte.

Deshalb hat der SCM dieses Spiel aber natürlich nicht verloren. „Obwohl wir nicht gut gespielt haben, war diese Niederlage total unnötig. Trotz einer unterirdischen Wurfquote in der zweiten Halbzeit hatten wir eigentlich alles im Griff. Aber allein zehn Bälle nach der Pause zu verwerfen, ist einfach zu viel, um hier zu bestehen", ärgerte sich Wiegert.

Weiter Sorgen um Chrapkowski

Während Mads Christiansen wie erhofft trotz seiner Probleme am linken Ellbogen tapfer durchhielt und mit dem schmerzenden Gelenk sogar vier Tore warf, konnte Piotr Chrapkowski aufgrund seiner rechten Schulter nur eine Halbzeit lang in der Abwehr spielen. Wiegert: „Er kann damit nicht werfen und nicht passen. Für unser Spiel ist das ein Problem.“ Denn Chrapkowski läuft als Abwehrspieler die Gegenstöße mit und ist da auch eine wichtige Option.

Nur wie geht es jetzt mit Chrapkowski weiter? Droht dem Polen möglicherweise doch noch eine Operation?