Magdeburg l Normalerweise laufen sich die SCM-Handballer mit ihren Ex-Kollegen Christoph Theuerkauf und Fabian van Olphen in Magdeburg immer mal wieder über den Weg. Aber vor dem direkten Duell am Sonntag haben sich die beiden Lemgoer eine Auszeit genommen. „Ich mache ja auch meine Fitnesseinheiten immer mal in Magdeburg. Aber das hat diese Woche nicht gepasst“, erklärt van Olphen.

Der Niederländer hat noch immer ein Haus in Magdeburg, seine Tochter ging mit der von Zeljko Musa sogar von der ersten bis zum vierten Schuljahr in dieselbe Klasse. „Da haben wir uns natürlich auch oft gesehen“, erzählt van Olphen.

Van Olphen lobt SCM

Der 38-Jährige trug von 2006 bis 2017 das grün-rote Trikot, gewann den EHF-Cup, wurde Pokalsieger und war viele Jahre sogar Kapitän. Völlig klar, dass er das Geschehen an der Elbe noch aufmerksam verfolgt. „Dem SCM ist in der neuen Saison alles zuzutrauen, denn die Mannschaft ist jetzt noch breiter aufgestellt als im vergangenen Spieljahr. Das enorme Tempospiel hat die Mannschaft noch weiterentwickelt. Das ist eine echte Waffe. Und sie bestrafen Fehler des Gegners meist gnadenlos. Aber wir sind natürlich bereit. Der Auftaktsieg in Wetzlar hat gutgetan.“

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Auch Christoph Theuerkauf ist mit seiner Geburtsstadt noch eng verbunden. „Meine Eltern und Schwiegereltern leben dort, und ich habe auch noch eine Wohnung in Magdeburg. Bennet Wiegert und Yves Grafenhorst gehören zu meinem Freundeskreis. Mit ihnen bin ich deshalb auch noch in einigen WhatsApp-Gruppen verbunden“, erzählt der 34-Jährige, der 2007 mit dem SCM den EHF-Cup gewann.

Theuerkauf denkt an Karriereende

Doch möglicherweise könnte es für den Kreisläufer das vorletzte Duell mit seinem Ex-Club sein. Theuerkauf: „Ich werde für keinen anderen Verein mehr spielen. Deshalb ist vielleicht am Saisonende schon Schluss. Aber jetzt wollen wir erst einmal unser erstes Heimspiel der Saison genießen. Wenn der SCM einen guten Tag erwischt, wird es für uns aber natürlich schwer.“

Die großen Ziele der Magdeburger hält Theuerkauf jedenfalls für berechtigt. „Die Erwartungen der Fans sind natürlich groß“, sagt er. „Und mit dieser Mannschaft kann der SCM auch am Maximum spielen. Die größte Titelchance sehe ich dabei im EHF-Cup.“