Olympische Winterspiele Hofmeister stürzt: Snowboarder verpassen Medaille
Für die Snowboarder geht es bei Olympia um die Medaillen im Parallel-Riesenslalom. Die deutsche Hoffnungsträgerin Ramona Hofmeister stürzt und kann in diesen Kampf nicht mehr eingreifen.

Livigno - Ein Sturz im Parallel-Riesenslalom hat Snowboarderin Ramona Hofmeister die Chance auf eine Medaille bei den Olympischen Winterspielen in Italien gekostet. Die 29-Jährige schied im Viertelfinale aus. Durchaus überraschend war in der Runde der besten acht Starterinnen auch für die dreifache Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien Endstation.
Die Goldmedaille sicherte sich Hofmeisters Lauf-Gegnerin und Ledeckas Landsfrau Zuzana Maderova. Bei den Männern wiederholte der 40-jährige Benjamin Karl seinen Olympiasieg. Unmittelbar nach der Überquerung der Ziellinie riss sich der Österreicher die Klamotten vom Oberkörper und spannte die Muskeln an.
Hofmeister galt nach ihrem starken Comeback indes als Medaillenanwärterin. Im September hatte sie sich einen Sprunggelenkbruch zugezogen. Unmittelbar nach ihrer Rückkehr in den Weltcup glänzte sie mit zwei Siegen in Scuol und Bansko und schürte damit die Hoffnungen auf ihre zweite Olympia-Medaille nach Bronze bei den Spielen 2018.
Hofmeister: „Natürlich erstmal schade“
„Man muss stolz drauf sein, dass man das jetzt geschafft“, sagte Hofmeister darüber, dass sie überhaupt rechtzeitig fit wurde. „Aber wenn man jetzt schon dabei ist, sich auch gut fühlt und auch das Gefühl hat, dass mehr drin gewesen wäre, dann ist das natürlich erstmal schade.“
Bereits zuvor waren Cheyenne Loch und Elias Huber im Achtelfinale gescheitert. Die K.-o.-Runde verpassten bei den Männern Stefan Baumeister (18.), Max Kühnhauser (24.) und Yannik Angenend (25.). Bei den Frauen war für Melanie Hochreiter (20.) sowie Mathilda Scheid (26.) früh Schluss.