Fußball

Letzter Starttermin ist jetzt der 1. Mai

Der Fußballverband Sachsen-Anhalt hat zur Video-Konferenz mit den 19 Vereinen der Verbandsliga eingeladen.

Von Robert Kegler

Haldensleben l Diese Veranstaltung bildete den Auftakt zu einem Konferenz-Marathon, der in den vergangenen Tagen mit den Landesliga- und Landesklasseteams fortgeführt wurde. Jörg Bihlmeier, Vizepräsident und verantwortlich für das Spielwesen, eröffnete die Diskussionsrunde und wies darauf hin, dass aufgrund der Entscheidung der Landesregierung es äußert kompliziert wird, die Hinrunde noch zu absolvieren.

„Wir haben wenig Hoffnung, die Hinrunde zu beenden. Für uns steht als spätmöglichster Termin für den Re-Start der 1. Mai, um die verbleibenden Begegnungen über die Bühne zu bekommen. Sollte es Anfang April nicht möglich sein, wieder ins komplette Mannschaftstraining einzusteigen, dann müssen wir keinen Gedanken an eine Fortführung verschwenden. Ich bin kein Freund von einer Saisonverlängerung“, so der Vizepräsident in der Video-Konferenz.

Sollte die übergeordnete Oberliga ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen und sportliche Absteiger „liefern“, so wurde vom Verband der Vorschlag in die Runde geworfen, den Aufsteiger in einer Meisterrunde auszuspielen, sollten es mehrere Bewerber auf die 5. Liga geben. Zudem liegt der Fokus auch darauf, den Landespokal noch auszuspielen.

Seitens der Vereine war herauszuhören, dass man aufgrund der offenen Fragen tendenziell für eine Saison-Annullierung votiert, sollte eine sportliche Lösung nicht mehr möglich sein. Eine Annullierung der Saison würde für die Vereine letztendlich auch eine klare Planungssicherheit bedeuten, so der Tenor. Ein früher Start der kommenden Spielzeit wurde ebenfalls angedacht, um flexibler auf mögliche Ausfälle reagieren zu können. Auch der FSA-Geschäftsführer Frank Pohl zeigte sich ob der Entscheidung der Landesregierung enttäuscht. „Ich hatte die Hoffnung, dass am 3. März auf der Bund-Länder-Konferenz noch eine andere Entscheidung gekommen wäre.

Ich war sehr überrascht und wir werden nochmal Studien, die in jüngster Vergangenheit veröffentlich wurden und belegen, dass Outdoor-Sport keine übergeordnete Gefahr einer Infektion darstellt, an die Regierung weiterleiten. Ich hoffe, es wird noch eine andere Lösung geben“, so Pohl während der Konferenz. „Ich befürworte die Überlegung, die neue Spielzeit zu einem früheren Zeitpunkt zu starten. So können wir im Sommer die Partien vorziehen und hätten dann im Winter die Möglichkeit, ausgefallene Spiele nachzuholen. Bleiben die Kriterien einer Öffnung des Amateursports bestehen, wäre ich für einen Abbruch der Saison und für einen früheren Neustart in die Saison 2021/22“, so Christian Kamalla, Chefcoach des BSV Halle-Ammendorf. Man wäre somit in der Lage, flexibler auf Spielausfälle reagieren zu können.

Dass die laufende Runde noch zu Ende gespielt bzw. eine Hinrunde noch absolviert werden kann, daran glaubt der 37-jährige Übungsleiter nicht mehr. „Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass wir im Mai oder Juni wieder spielen können, da die Inzidenz-Werte sicher wieder steigen werden. Und ich glaube auch, dass die Statistiken bzw. Studien, die belegen, dass der Fußball durchführbar ist, ohne große Infektionsketten hervorzurufen, kein Gehör in der Politik finden werden. In der nächsten Zeit werden wir daher wohl keinen Fußball spielen“, sagt Kamalla.

Eine finale Entscheidung fällt der FSA auf der Vorstandssitzung am 6. März.