Gommern (vwo). Jede Serie geht einmal zu Ende. So auch am Sonnabend für die Landesklasse-Kicker von Eintracht Gommern. Nach elf Pflichtspielen ohne Niederlage musste sich die Elf von Trainer Dorian Reichelt im ersten Spiel der Rückrunde bei der TuS Magdeburg-Neustadt mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Dennoch muss man der Mannschaft hinsichtlich der vorherrschenden Personalnot ein großes Lob erteilen.

Die erste Hälfte konnten die ersatzgeschwächten Gäste ausgeglichen gestalten, wobei die Eintracht nach fünf Minuten Pech hatte, als Florian Mentzel aus 13 Metern nur den Pfosten traf. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs stand vor allem die Abwehr des SVE im Mittelpunkt, denn im Spiel nach vorn lief nur wenig zusammen. Glück hatten die Gäste nach 26 Minuten, als Tino Beyer die Latte des Eintracht-Gehäuses traf. Bei der anschließenden Abwehraktion wurde Gommerns Mathias Liefold rüde gefoult, Beyer sah eine überaus schmeichelhafte Gelbe Karte.

In der 31. Minute strich ein Gommeraner Freistoß von Christopher Schumburg nur knapp am Tor des TuS vorbei. Quasi mit dem Pausenpfiff gingen die Gastgeber dann aber doch mit 1:0 in Front (45.). Vier Eintracht-Abwehrspieler waren nur staunende Beobachter, als Matthias Maschke den Treffer für die Platzherren erzielte.

Nach dem Seitenwechsel schienen die Gäste zunächst noch mit den Gedanken in der Kabine geblieben. Nach Freistoßvorlage stand Beyer am Elfmeterpunkt völlig frei und schob zum 2:0 ein (48.). In der Folge zogen die Gastgeber mit ihrer teils überharten Spielweise Gommern vollends den Zahn. Schiedsrichter Krugel sah aber meist großzügig darüber hinweg und beließ es bei Gelb oder einer Ermahnung.

Erneut Mentzel hatte mit einer Doppelchance die Möglichkeit, Gommern wieder ins Spiel zu bringen (63., 68.). Danach war es dann aber endgültig vorbei mit den Gommeraner Chancen. Besonders im konditionellen Bereich erlebten die Gäste nun einen Einbruch. In der 80. Minute sah Tobias Thormeier für sein zweites Foul im Spiel die Ampelkarte. Kurios: Als Max Zimmermann in der gleichen Situation von Michel Dolke unsanft von den Beinen geholt wurde, blieb die Bestrafung aus – ein vorweihnachtliches Geschenk des Unparteiischen. Eben jener Dolke setzte mit dem Treffer zum 3:0 den Schlusspunkt unter die Partie.

Trotzdem zeigte man sich bei der Eintracht mit Blick auf die gelungene Hinrunde (31 Punkte, Platz drei) mehr als zufrieden. Nun gilt es, die Winterpause zu nutzen und den vielen Verletzten ausreichend Regeneration zu verschaffen, um im neuen Jahr wieder voll angreifen zu können.

Eintracht Gommern: Baumgarten – Schumburg, Liefold, Andert, Kunitschke, Preuß, Thormeier, Zimmermann, Müller, Regenstein, Mentzel