Der Industrie- und Gewerbepark ( IGP ) an der Bundesstraße 246 a in Burg wird um einen vierten Bauabschnitt erweitert. Die Planungen für das Vorhaben sind abgeschlossen, der Stadtrat hat die Beschlüsse gefasst. Während eine zusätzliche Fläche bebaut wird, müssen im Gegenzug auch so genannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchgeführt werden. Auf diese Weise kann auch so manches Kleinod wieder aufgewertet werden.

Burg. Der IGP – alles in allem das größte wirtschaftliche Zugpferd von Burg – wächst um weitere 23 Hektar. Diesen Umfang wird der vierte Bauabschnitt einnehmen, auf dem sich weitere Firmen ansiedeln können. In den nächsten Monaten nach dem Winterfrost werden die Tiefbau- und Erschließungsarbeiten, einschließlich Straßenbau, beginnen.

Aber nicht nur das : Da eine Fläche bebaut wird, muss auch gleichzeitig dafür gesorgt werden, dass ein Ausgleich geschaffen wird – für eine versiegelte Fläche oder Bäume, die zuvor gerodet wurden. Und auch das ist exakt geplant, wie Bauamtsmitarbeiterin Simone Kuschinsky versichert und anhand der Unterlagen zeigt. Die Tiefbauexpertin steht am Rande der Siedlung Ost in Burg am Lilienweg mit einer Pfl anzkarte. Von dort aus ist der große Gewerbepark gut sichtbar, die Papierfabrik ragt hervor. Am Rande des Wohngebietes wurde in den vergangenen Wochen bereits eine rund drei Kilometer lange und zehn Meter breite Hecke angelegt, ummantelt von einem Zaun. Allein dafür stehen 153 000 Euro zu Buche. Die Pflanzen sollen die Anwohner künftig noch mehr Schutz bieten, sagt Simone Kuschinsky. Vor allem deshalb, weil die Industriefläche in Richtung Stadt vergrößert wird.

Auch stattliche 24 000 Bäume sollen ab März an der neuen Grenze des Gewerbeparks in der Nähe von Pro Papier gepflanzt werden, darunter Hainbuche, Traubeneiche und Winterlinde. Weiter begrünt wird zudem eine Fläche am Corneliuswerk mit Wald.

" Profitieren können auch die Einwohner von Madel ", sagt Simone Kuschinsky. Über den kleinen Dorfteich, der wieder seinen Namen verdienen soll, werden sich Madeler und Besucher dann freuen. Denn der Fenn, an der alten Heeresstraße gelegen und das Quellgebiet des Fliegergrabens, wird im kommenden Jahr renaturiert. Die Ausschreibungen dafür sollen im Frühjahr erfolgen.

Nicht minder zufrieden dürften die Einwohner von Schartau sein. Auch ihr See, direkt vor der Haustür gelegen, wird bald auf Vordermann gebracht, denn Teile des Gewässers sind mittlerweile verlandet. Geplant sind beispielsweise die Verbreiterung der Sohle und das Anlegen von Gewässerschutzgehölzen. " Im Januar wird das Projekt in Schartau vorgestellt ", kündigt Simone Kuschinsky an.