Güsen/Gerwisch l Vor dem Kreispokal-Viertelfinale besteht bei Kreisoberligist SG Güsen/Parey und Landesklasse-Vertreter Blau Weiß Gerwisch in einem Punkt Einigkeit: Pflichtspiele sind keine Spaß-Veranstaltung und werden grundsätzlich ernstgenommen. „Unser Ehrgeiz ist viel zu groß, als dass es anders sein könnte“, stellt Güsens Trainer René Bonitz vor dem Duell am Sonnabend um 15 Uhr fest.

Dabei hätte die Vorbereitung beider Mannschaften kaum unterschiedlicher verlaufen können. Während die Gerwischer bereits seit einigen Wochen wieder auf dem Platz stehen, kostete die Spielgemeinschaft die Sommerpause voll aus. „Mit einer so frühen Fortsetzung des Kreispokals habe ich nicht gerechnet. Vor September würde sich nichts bewegen, davon bin ich vor einigen Wochen zumindest ausgegangen“, erklärt Bonitz. Aus diesem Grund habe man die Zeit eben nicht auf dem Platz verbracht. Nach der Neu-Terminierung Mitte Juli blieben so lediglich knapp drei Wochen, um sich das nötige Rüstzeug drauf zu schaffen. „Dafür haben wir alles erdenklich Mögliche in die Einheiten hineingesteckt. Mal sehen, wie wir das am Ende auf den Platz bekommen.“

Kurze Vorbereitung

Dass Güsen/Parey über genügend Potential verfügt, für eine Überraschung zu sorgen – zumal vor heimischer Kulisse –, steht außer Frage. Und so freut man sich am Elbe-Havel-Kanal ungeachtet der weniger optimalen Vorbereitung auf das erste Pflichtspiel seit fünf Monaten.

Beide Clubs standen sich in diesem Jahr bereits gegenüber. Der freundschaftliche Vergleich im Februar musste jedoch vorzeitig abgebrochen werden. „Max Golz hatte sich ohne gegnerische Einwirkung schwer am Oberschenkel verletzt“, erinnert sich Bonitz nur höchst ungern. „Aber ich finde es toll, dass sich die Gerwischer regelmäßig zum Stand seiner Genesung erkundigen. Mittlerweile steht Max als Co-Trainer mit mir an der Seitenlinie. Bis er wieder auf dem Platz zu finden sein wird, vergehen sicher noch einige Monate.“

Auf der anderen Seite vermag Blau-Weiß-Coach René Pinske noch nicht einzuschätzen, was seine Mannschaft abliefern kann. „Wir müssen erst mal sehen, wo wir stehen. Aber nun gibt es keine Entschuldigungen mehr.“ Dass die Gäste der Favoritenrolle gerecht werden wollen, steht außer Frage, „obwohl der eine oder andere noch ein wenig Feinschliff bezüglich der Kondition gebrauchen könnte“. Dazu plagt die Gerwischer mancher Ausfall. Max Zimmermann und Tommy Gerber werden definitiv nicht auf dem Platz stehen. „Es wird eng und wir müssen uns straffen“, fordert Pinske.