Biederitz l Zum ersten Heimspiel der noch jungen Saison 2019/2020 empfängt der Verbandsligist SV Eiche 05 Biederitz am Freitagabend um 19:30 Uhr den SV Langenweddingen in der Ehlehalle. Blickt man vorab auf diese Begegnung des zweiten Spieltages, dann bleibt festzustellen, dass beide Vereine in den zurückliegenden Monaten nahezu den gleichen Weg gegangen sind. Beide Mannschaften haben in der zurückliegenden Sommerpause in vielerlei Hinsicht einen gravierenden Neustart vollzogen. Dem personellen Aderlass folgend hat man sich auch im traditionellen Bördedorf Langenweddingen dazu entschlossen, den Neustart in der Verbandsliga zu vollziehen. Ähnlich wie an der Ehle stehen zudem mehr Präsenz im Verein sowie die Kooperation mit der Jugendabteilung ganz oben auf der Agenda.

Und so ist das Verlassen der höchsten Spielklasse für beide Mannschaften weniger ein Rückschritt, als vielmehr ein Neubeginn, wobei der Altersdurchschnitt beim SV Eiche 05 immer noch sehr hoch ist. „Unsere erfahrenen Jungs haben sich auf die Fahnen geschrieben, dem vorhandenen, qualitativ guten Nachwuchs in den nächsten Jahren eine Plattform in der Verbandsliga zu bieten. Das ist aller Ehren wert und wird von uns in jeglicher Hinsicht unterstützt“, gab der SVE-Abteilungsleiter Klaus-Dieter Wolf zu verstehen.

Unterschiedliche Ergebnisse zum Auftakt

Rein sportlich gelang der Einstieg in die neue Liga beiden Teams mit ihren neuen Cheftrainern am zurückliegenden Wochenende sehr unterschiedlich. Während die Biederitzer nicht unerwartet leer ausgingen, fuhr der SVL in der heimischen „Sporthalle am Heßberg“ gegen den LSV 90 Klein Oschersleben einen wichtigen 28:21-Auftaktsieg ein. Die Bördehandballer um Trainer Tobias Deutscher, die wie die Biederitzer die verbliebenen Akteure aus der Vorsaison an einer Hand abzählen können, überzeugten vor allem im ersten Durchgang und legten mit einem 16:9 den Grundstein für den späteren, verdienten Sieg.

Die Verantwortlichen des SV Eiche 05 ärgerten sich indes nur kurz über die 19:31-Niederlage in der Haldenslebener Ohrelandhalle. „Natürlich fiel das Resultat am Ende zu hoch aus. Aber wir wissen, warum es dazu gekommen ist und haben an den Defiziten in der Trainingswoche fleißig gearbeitet“, schätzte SVE-Trainer Rene Schaarschmidt die Niederlage beim Staffelfavoriten realistisch ein. „Wir haben letzten Sonntag dennoch viel Gutes angeboten. Letzten Endes fehlte uns die Stabilität, um ein besseres Ergebnis zu erzielen.“ Im ersten Heimspiel gilt es nun, ähnlich viel Positives mit weniger einfachen Fehlern in Einklang zu bringen.

Neben dem ein oder anderen überhasteten Angriff entpuppte sich beim HSV auch das Überzahlspiel als Baustelle. Dieses und das schnelle Umkehrspiel waren zwei von mehreren Trainingsinhalten der zurückliegenden Woche. Ob der Feinschliff bereits beim ersten Auftritt in der heimischer Ehlehalle Früchte trägt, darf am Freitagabend mit Spannung verfolgt werden.