Biederitz l Der personelle Engpass zu Beginn der Saison hat sich durch eine online durchgeführte Suchaktion wesentlich verbessert. Ein Podestplatz wie in den Vorjahren ist mit Sicherheit möglich. Doch was geht noch? Den Frauen von der Ehle wurde eine äußerst schwere Spielzeit 2018/2019 prognostiziert, verlor doch der ohnehin schon kleine Kader gegenüber der Vorsaison mit Marina Beer und Kati Schneider zwei weitere wichtige Korsettstangen. Dennoch legte der nunmehr noch überschaubare Kader mit zwei Heimerfolgen gegen den SV Irxleben (32:24) und dem MTV Weferlingen (29:21) einen achtbaren Auftakt hin und heimste auch im ersten Auswärtsspiel beim TuS Magdeburg II trotz schwacher Schlussphase einen 29:22-Erfolg ein. Mehr oder weniger souverän gestaltete sich dann auch der dritte Heimauftritt, als das noch immer punktlose Tabellenschlusslicht HSV Magdeburg II mit 22:17 in die Schranken gewiesen wurde.

Spielersuche voller Erfolg

Im November schalteten die Biederitzer Frauen einen Onlineaufruf, um die ein oder andere Spielerin an die Ehle zu locken. Dieser Versuch sollte sich als absoluter Glücksgriff erweisen, wuchs doch das Personal um Trainerin Elke Wiedon um vier Akteure an. „Damit haben wir nie gerechnet. Aber nun sind wir froh, denn alle vier helfen uns ungemein und passen auch perfekt in unsere Truppe“, war nicht nur die Trainerin Elke Wiedon begeistert über die nun entspanntere personelle Situation.

Während Maja Seemann und Chrisina Gehrmann bereits beim Gastspiel beim FSV 1895 Magdeburg ihr Debüt feierten, vollzogen dies Carina Witte und Pauline Stallmann im anschließenden Heimspiel gegen den BSV 93 Magdeburg II. Beim FSV ließen die SVE-Frauen schließlich völlig unnötig trotz einer komfortablen 31:28-Führung am Ende einen Zähler liegen. Doch der erste Punktverlust hing nicht lange nach, konnte doch im Anschluss die BSV-Reserve souverän mit 32:24 in die Schranken gewiesen werden. Ein sensationelles Debüt feierte in dieser Begegnung Carina Witte mit allein sieben Toren.

Zwei grundverschiedene Halbzeiten lieferten die Biederitzer beim Gastspiel in Barleben ab, als die Partie nach einem 9:14-Rückstand noch zu einem klaren 29:19-Erfolg gedreht werden konnte.

Kampfansage an Post SV

Tabellarisch stellte sich die Situation vor dem Gastspiel beim Post SV in Magdeburg so dar, dass beide Mannschaften mit 13:1 Punkten den Platz an der Sonne inne hatten. Dass die Begegnung schließlich mit 23:26 verloren ging, war dem ein oder anderen einfachen Fehler zu viel geschuldet. „Wir wollen diese erste Niederlage im Rückspiel vergessen machen“, gab es unmittelbar nach Spielende bereits ein Kampfansage. Sollte den Eiche-Frauen am 3. Februar in heimischer Ehlehalle die Revanche gelingen, steht eine äußerst spannende Rückrunde bevor.

„Als wir im August in die Vorbereitung gingen, habe ich nicht im Traum damit gerechnet, dass wir eine so gewichtige Rolle einnehmen werden. Gut, mit dieser deutlich besseren Personaldecke ist jetzt einiges drin“, war der Biederitzer Trainerin Elke Wiedon dann augenzwinkernd zu entlocken. Mit den Biederitzer Frauen ist 2019 ganz stark zu rechnen.