Biederitz/Gommern (ihe/tzs) l Wenn am Sonntag um 16 Uhr in der Ehlesporthalle der SV Eiche 05 Biederitz und Eintracht Gommern zum Verbandsliga-Derby aufeinander treffen, sind die Vorzeichen gegenüber den letzten Jahren grundsätzlich andere. Während sich die Gastgeber einige Jahre in der Sachsen-Anhalt-Liga tummelten, wurden in Gommern zwischenzeitlich kleinere Brötchen gebacken. Aktuell haben jedoch nicht nur in der Tabelle die Gäste die Nase vorn.

Im Biederitzer Lager wurde das Wort „Derby“ in der Trainingswoche nicht erwähnt. Das Hauptaugenmerk liegt nach den bisherigen Ergebnissen auf dem Ligaerhalt, sodass die Sieben von Trainer Rene Schaarschmidt gegen jeden Gegner punkten muss. „Natürlich streben wir Zählbares an, auch weil wir in eigener Halle spielen. Da muss vor allem Einsatz und Wille stimmen, denn alles andere spricht gegen uns“, weiß Trainer Rene Schaarschmidt, der bekanntlich eine Gommeraner Vergangenheit besitzt, um die Stärken des Gegners. Als Spieler, wie auch als Trainer war er über viele Jahre einer der Macher des Gommeraner Handballs.

„Wir müssen unsere Fehlerquote klein halten und unsere Chancen ganz einfach nutzen. Aber da waren wir zuletzt auf einem positiven Weg“, meint der Übungsleiter, der die Spielweise der Eintracht kürzlich bei einem Heimspiel studiert hat. Dabei sah er, wie die SVE-Handballer zwei ihrer insgesamt acht Zähler einfuhren. Die beiden souveränen Heimauftritte gegen den Güsener HC (36:27) und zuletzt den LSV 90 Klein Oschersleben (31:26) haben die Schützlinge von Trainer Sebastian Munter in das ruhige Fahrwasser der Verbandsliga befördert. In Biederitz soll nun der erste Auswärtssieg gelingen, um den Blick weiter nach oben zu richten.

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Bei den Gastgebern hat sich die Situation nach dem Heimerfolg gegen die HSG Altmark/West im Vergleich zu den letzten Wochen ein wenig entspannt. Daran änderte auch die hohe Niederlage beim Post SV Magdeburg am letzten Sonnabend nichts. „Bis zum 23:19 haben wir auch da gezeigt, dass wir in der Liga Akzente setzen können. Brechen dann aber mit Sven Bramer und Florian Wentzel zwei Aktivposten weg, ist das bei unserem Kader nicht abzufangen“, versuchte der Biederitzer Co-Trainer Ingo Heitmann das 20:32 aus der Vorwoche ins rechte Licht zu rücken. So richtete sich der Blick bereits in der Kabine der Landeshauptstadt auf die kommenden Aufgaben.

Schritt in die richtige Richtung

„Obwohl die Tabelle noch immer mit Vorsicht zu genießen ist, so ist doch unverkennbar, dass nach der Partie gegen Gommern die Begegnungen mit Mannschaften unserer Kragenweite anstehen“, blickt Trainer Rene Schaarschmidt bereits über den berühmten Tellerrand hinaus. Umso erfreulicher wäre es natürlich für die Gastgeber, wenn schon gegen die Hochkaräter der Liga, zu denen Schaarschmidt auch die Gommeraner Eintracht zählt, etwas Zählbares abfallen würde. „Die Truppe hat in den letzten Spielen einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Die Moral ist in jedem Fall intakt“, so der Chef-Coach. Trotz klarer Vorzeichen dürfen sich die zahlreichen, Handball-begeisterten Zuschauer aus beiden Lagern auf ein spannendes Derby freuen, bei dem beide Mannschaften nichts zu verschenken haben.