Gardelegen l Die Leistung stimmte, das Ergebnis am Ende auch noch. Mit seinem zweiten Testspiel in der Wintervorbereitung konnte Fußball-Landesligist SSV 80 Gardelegen zufrieden sein. Gegen den ostaltmärkischen Landesklasse-Vertreter TuS Wahrburg sprang ein verdienter 2:1 (1:1)-Erfolg heraus.

Lucky Punch kurz vor Schluss

Sicherlich ist in einer Vorbereitungspartie das Ergebnis eher nebensächlich, doch den Gardelegenern war schon das Bestreben anzumerken, die Partie auf heimischer Rieselwiese gegen einen sehr gut dagegenhaltenden TuS aus Wahrburg siegreich zu gestalten. Das sollte dann auch noch gelingen, weil Youngster Eliano-Neal Mertens in der 87. Minute für den sogenannten „Lucky Punch“ sorgte.

„Es war ein schöner Test. Aufgrund der ersten Halbzeit, in der wir uns mehrere gute Torchancen erspielen konnten, geht der Sieg auch in Ordnung“, fasste SSV-Trainer Norbert Scheinert zusammen. Im zweiten Abschnitt sah er zwar ebenfalls eine bemühte Gardelegener Mannschaft, der allerdings gegen eher tief stehende Gäste die nötigen Ideen fehlten. Dennoch reichte es am Ende noch zum Erfolg.

Unentschieden wäre gerecht

„Schade, dass wir durch dieses späte Gegentor noch verloren haben. Dennoch war es ein gutes Spiel, mit dem wir – auch wenn meiner Meinung nach ein Remis gerecht gewesen wäre – zufrieden sein können“, resümierte TuS-Mannschaftsleiter André Rauschenbach.

Die Gäste wirkten keineswegs ängstlich, sondern versuchten schon mutig nach vorne zu spielen. Das zahlte sich auch in Minute 18 aus. Philipp Rieke bediente den schnellen Markus Bröker, der SSV-Keeper Benjamin Siegel umspielte und aus gut 20 Metern sicher zum 1:0 für den TuS einschob. Klar, dass die Platzherren nun noch einen Tick mehr investierten. Einige starke Ballstafetten waren zu beobachten, doch mit dem Torabschluss klappte es noch nicht nach Wunsch.

Elfmeter für den SSV Gardelegen

So tauchte Florian Scheinert kurz nach dem Rückstand völlig frei vor Schlussmann Steve Rauschenbach auf, der die Kugel aber noch reaktionsschnell über die Latte lenkte. Auch ein weiteres Mal Scheinert und Clemens-Paul Berlin scheiterten an Rauschenbach. In Minute 35 zeigte Schiedsrichter Benedict Ohrdorf nach einem Foul von Marvin Gast gegen Hannes Malek zu Recht auf den Elfmeterpunkt. Scheinert übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:1. Der Landesligist wollte allerdings noch vor der Pause mehr. Ein missratener Rückpass von Wahrburgs Felix Belling landete jedoch am Pfosten, zudem scheiterte Sascha Gütte am guten Rauschenbach.

Gleich vier Wechsel nahm Gardelegens Coach Scheinert in der Pause vor. Das merkte man dem Spiel zunächst auch ein wenig an, auch wenn der SSV weiterhin mehr Ballbesitz verbuchte und unbedingt ein weiteres Tor erzielen wollte. Berlin, der das lange Eck knapp verfehlte, und der eingewechselte Simon Bache (gehalten) verpassten ein solches allerdings. Wahrburg, übrigens mit dem ehemaligen Stendaler Lok-Trainer Sven Körner in der Innenverteidigung, stand zwar etwas tiefer, ließ daher auch nicht allzu viel zu, startete allerdings ebenfalls den einen oder anderen ordentlichen Angriff. Zweimal hatte Joker Davide Epiboli Pech im Abschluss.

Mit Glück zum Siegtor

So deutete bereits viel auf ein Unentschieden hin. Doch dann startete der SSV seinen wohl besten Angriff nach der Pause. Nach Zuspiel von Berlin legte Hannes Winkel stark für Mertens auf, der frei auf Dominik Lemme zustiefelte und diesen mit ein wenig Glück – der Gäste-Torhüter touchierte das Leder noch – zum 2:1 (87.) überwand. Wenig später war Schluss und der SSV 80 Gardelegen freute sich über seinen ersten Testspielsieg im Jahr 2019.

SSV 80 Gardelegen: Siegel - F. Fehse, Malek, Berlin, Stottmeister, Marvin Bogdahn, Haxhiu, Gütte, Gille, Scheinert, Schönfeld (Winkel, Bache, Rosenberger, Mertens).

TuS Wahrburg: Rauschenbach - Catharino Dos Santos, Gast, Belling, Zimmermann, Saeg, Karaterzyan, Bröker, Rieke, Körner, Thiago da Silva Magon (Lemme, Epiboli, Feißel, Stübe, Hallmann).

Torfolge: 0:1 Markus Bröker (18.), 1:1 Florian Scheinert (35./Foulelfmeter), 2:1 Eliano-Neal Mertens (87.).

Schiedsrichter: Benedict Ohrdorf.