Gardelegen l Obwohl sich die Kicker des SSV 80 Gardelegen bereits voll in den Planungen für die kommenden Serie 2020/2021 befinden, wussten sie bis Freitagabend aber noch nicht hunderprozentig, für welche Spielklasse sie das tun.

Und obwohl auf dem Verbandstag sicher noch andere Entscheidungen getroffen wurden, standen zwei aber ganz besonders im Fokus. Zum einen war das die Abstimmung hinsichtlich der Beendigung der Saison 2019/2020 zum 30. Juni 2020 und zum anderen die Abstimmung zur Saisonwertung.

Votierten zunächst 70 Vertreter (5 Gegenstimmen und 1 Enthaltung) für ein Saisonende zum 30. Juni, folgte in Sachen Wertung ein noch eindeutigeres Ergebnis. 78 Vertreter votierten dabei für eine Wertung. Die sieht vor, dass die Aufsteiger nach der Quotientenregel mit Tabellenstand vom 13. März 2020 ermittelt werden. Weiterhin gibt es keine Absteiger.

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Entscheidungen per Live-Ticker verfolgt

Natürlich verfolgten die Gardelegener gespannt den Volksstimme-Liveticker auf dem Fupa-Portal, mussten sich aber bis 18:20 gedulden, ehe das für sie absolut positive Ergebnis feststand.

Allerdings war es an der Milde dann doch mehr Erleichterung, als überschwänglicher Aufstiegsjubel. Die Ungewissheit plagte die SSV-Verantwortlichen und Spieler in den letzten Tagen schon sehr. Doch nun hat das Bangen ein Ende.

Das Abenteuer kann beginnen

Schnell eilten Handybildchen durch sämtliche Kanäle. Auf denen ist eine Landkarte mit dem Mittelpunkt „Stadion Rieselwiese“ abgebildet. In roter Schrift ist weiter zu lesen: „Nicht vorbeifahren! Der SSV 80 spielt jetzt Verbandsliga“. Nicht mehr vorbeifahren werden in Zukunft Mannschaften aus Wernigerode, Haldensleben, Halle, Bitterfeld oder auch Weißenfels. Das Abenteuer Verbandsliga kann für den SSV also nun beginnen.

SSV-Trainer Scheinert ist erleichtert

„Nachdem das Abstimmungsergebnis bekannt war, fielen mir natürlich die Steine vom Herzen. Immerhin gab es ja noch die Möglichkeit, dass die Mehrheit gegen den Abbruch und die Wertung ist. Ich bin natürlich sehr erleichtert und freue mich, dass wir es geschafft haben. Wir standen zur Winterpause vorn und auch bis zum Ende. Keiner weiß genau, wie die Saison am Ende gelaufen wäre, dennoch stehen wir nach 18 Spielen ganz oben. Wenn es irgendwie möglich ist, wollen wir den Aufstieg natürlich aber auch noch feiern, das ist ganz klar. Das haben sich die Jungs auch verdient. Für die Mannschaft freut es mich besonders. Es macht solchen Spaß, mit diesen jungen Spielern zu arbeiten. Da ist absolutes Feuer drin. Ich habe noch nie in meiner Laufbahn so eine tolle Truppe trainieren dürfen“, so SSV-Coach Norbert Scheinert.

Auch bei den Verantwortlichen des SSV 80 um Sektionschef Jens Bombach ist die Freude über den Aufstieg natürlich riesengroß.

„Ich bin natürlich überglücklich, dass es dann doch so gekommen ist. Ich weiß aber auch, dass immer das nötige Glück dazugehört, obwohl wir nun auch den Aufstieg nicht unverdient geschafft haben. Wir haben das alle zusammen geschafft. Das ist kein Erfolg von einer Saison, sondern von einem Weg, den wir schon sehr lange gehen. Und obwohl Corona nie gerecht sein kann, so ist diese Lösung wohl noch die gerechteste, die gefunden werden konnte“, so Bombach.

Saxonia zurück in der Landesliga

Große Freude herrscht auch beim FSV Saxonia Tangermünde. Die Elbestädter schafften auch den Sprung über die Quotientenregel in die Landesliga Nord. Damit belohnt sich Saxonia für eine ganz starke Saison, die zuletzt in einem 6:0 über den bis dahin führenden SV Liesten 22 gipfelte. Nach nunmehr vierjähriger Abstinenz werden die Verantwortlichen des Vereins aus der Elbestadt alles daran setzen, sich in der Landesliga zu etablieren.

„Wir wollen an dieser Stelle vor allem all unseren Fans, Sponsoren, Betreuern, Trainern, Eltern und Freunden danken, ohne deren permanente Unterstützung - vom Jugend- bis zum Erwachsenenbereich - dieser riesige Vereinserfolg unmöglich gewesen wäre“, heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins.

„Wir freuen uns riesig, der Aufstieg war unser Ziel und auch vom Umfeld gewünscht. Wir haben eine tolle Saison gespielt und mit dem Sieg gegen Liesten unsere Leistung in dieser Saison bestätigt“, sagte Steffen Lenz, Trainer des FSV Saxonia Tangermünde.