Mieste l „Der Favoritenschreck hat erneut zugeschlagen“, sagte Jürgen Kroschke, der beim HV Solpke/Mieste in einer verantwortlichen Position eingebunden ist, angesichts des 21:15 (12:9)-Heimsieges der HV-Frauen im Viertelfinale des Nordcups gegen den 1. Nordligisten MTV Weferlingen. Bereits im Achtelfinale hatten die 2. Nordliga-Frauen des HV mit dem FSV Magdeburg eine Mannschaft aus der 1. Nordliga aus dem Cuprennen befördert. Am 17. November wurden die Damen von der Elbe mit 27:26 (16:13) bezwungen.

Viertelfinaleinzug geht in Ordnung

Der Einzug des HV in die Vorschlussrunde geht vollkommen in Ordnung. Trainer Christoph Mewes, der am Sonnabend allein das Sagen auf der Bank hatte, hatte seine Schützlinge besten auf das Cup-Duell eingestellt. Die HV-Formation agierte von Beginn an sehr konzentriert - sowohl in der Abwehr, mit einer glänzend aufgelegten Torhüterin Lisa Scholz an der Spitze, als auch in der Offensive.

Im ersten Durchschnitt hielten die Gäste aus dem Bördekreis aber zunächst noch gut mit. So lagen sie nach 13 Minuten mit 5:4 vorn. Aber dann übernahmen die Einheimischen das Kommando auf der Platte. Und das ziemlich eindrucksvoll. Vanessa Jakobs, Elisa Hauf (je 2) sowie Luise Röfke wandelten den Rückstand in eine 9:5-Führung (22.) um. Bis zur Pause wurde der Vorsprung verteidigt, auch wenn Weferlingen auf drei Tore herankam (12:9).

Solpke/MIeste spielt MTV an die Wand

Im zweiten Abschnitt sahen die treuen Anhänger ein Spiel, welches mit Blick auf den Klassenunterschied so nicht zu erwarten war. Grund: Der HV spielte den MTV an den Rand eines Debakels.

In der Defensive mischten die HV-Frauen nun richtig Beton an. Zudem nagelte die weiterhin stark haltende Lisa Scholz ihr Gehäuse weiter zu. Und es lief im Angriff. Nach 44. Minuten hatten die Gastgeberinnen das Ergebnis auf 18:9 geschraubt. Weferlingen hatte bis dahin noch kein Tor nach der Pause markiert. Das sollte sich ändern, da der MTV auf 12:18 verkürzte (46.), doch die Partie war durch.