Mieste l Die Männer des HV Solpke/Mieste können in der Verbandsliga Nord auf eine recht erfolgreiche Saison zurückblicken. Mit 29:23 Zählern landete die HV-Truppe von Übungsleiter Marco Weis hinter Meister und Aufsteiger HSG Osterburg, dem Glinder HV, dem HSV Haldensleben, Eintracht Gommern und der SG Seehausen auf einem ordentlichen sechsten Rang.

Stammplatzierung des HV Solpke/Mieste

29 Zähler auf der Habenseite hatten die HV-Männer seit langem nicht mehr. In den Spielserien 2014/15 und 15/16 ergatterten die Westaltmärker jeweils 26 Punkte und landeten damit auf Rang sechs (14/15) und sieben (15/16). In der Saison 12/13 reichten den Solpkern und Miestern allerdings auch 24 Zähler um auf Rang sechs, irgendwie die Stammplatzierung des HV in den vergangenen Jahren, zu landen.

Trainer Marco Weis zeigte sich im Rückblick durchaus zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge - „es war eine gute Saison“ - gestand aber auch ein, dass eine bessere Platzierung möglich gewesen wäre. „In eigener Halle haben wir unsere Hausaufgaben erledigt. Doch in der Fremde hatten wir Schwierigkeiten. Auswärts haben wir einfach zu viele Punkte liegen gelassen“, konkretisierte der HV-Mann.

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Zu Hause hui, auswärts pfui

Mit seiner Aussage trifft der Übungsleiter den Nagel auf den Kopf. Während es vor heimischer Kulisse gut bis hervorragend lief, auch gegen die Spitzenteams der Liga, leisteten sich die Männer um Torwart-Routinier Torsten Wagner in fremden Hallen teilweise arge Ausrutscher.

„Es war so, dass wir auswärts gegen vermeintlich favorisierte Mannschaften wie Osterburg (28:30), Glinde (28:29) und Haldensleben (28:28) zwar nicht gewonnen, aber ansprechend gespielt haben. Dagegen taten die Niederlagen bei den Abstiegskandidaten Klein Oschersleben (18:22) und Zerbst (25:30) richtig weh. Speziell in diesen beiden Spielen konnten wir wichtige Punkte nicht einfahren. Völlig von der Rolle präsentierten wir uns dagegen in Stendal (20:30) in Seehausen (27:41) und bei der TuS aus Magdeburg (18:31)“, blickte Marco Weis noch einmal zurück.

Wacker Westeregeln geschlagen

Gegen Ende der Saison besserten die Altmärker ihre Auswärtsilanz aber noch auf. Sie siegten bei der Magdeburger Post-Reserve (34:28), beim Absteiger Germania Borne (34:24) und zum Abschluss beim SV Wacker Westeregeln (26:25). „Die Jungs haben gezeigt, dass es geht“, lobte der Trainer.

In heimischer Halle, zu den 13 Spielen kamen im Schnitt 115 Zuschauer, waren die HVler indes fast schon eine Macht. Punktverluste setzte es nur gegen Osterburg (33:35), Eintracht Gommern (30:30) und Seehausen (27:29). „Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Denn vor unserem Publikum hat der Einsatz, im Gegensatz zu einigen Auswärtspartien, stets gestimmt“, kommentierte Marco Weis.

154 Tore durch Steve Sauer

Sehr viel Anteil daran, dass es unter heimischen Dach sehr passabel lief, hatten die Säulen der HV-Sieben - die flexiblen Steve Sauer, mit 154 Treffern auch bester HV-Torjäger, Philipp Seiler, Philipp Gürtler sowie Mittelmann Maximilian Kleist. Dieses Quartett sorgte im Verbund mit den verlässlichen Tormännern Torsten Wagner und Niklas Kropf hauptsächlich für den nötigen Druck.

Andere Akteure wie Kreismann und Abwehrspezialist Tim Röscher, Chris Krause und Marco Schiefelbein, beide vornehmlich am Kreis eingesetzt, oder Rechsaußen Martin Hesse hätten sich nach Aussage von Marco Weis ebenfalls bestens in die Mannschaft eingebracht.

Fusion mit Neuferchau/Kunrau

Wie die HV-Sieben indes in der neuen Saison nach der Fusion mit der SG Neuferchau/Kunrau aufgestellt sein wird, ist noch fraglich. Sicher ist, dass sich Steve Sauer in Richtung SV Oebisfelde und damit Mitteldeutsche Liga verabschiedet hat. Auch Marco Schiefelbein wird nicht mehr auflaufen. „Ich habe Kontakt zu Akteuren, die Interesse haben, bei zu spielen. Doch sicher ist noch nichts“, so Marco Weis.