Plauen/Oebisfelde l Beim bis dato Tabellenschlusslicht HC Einheit Plauen mussten sich die Allerstädter mit 20:25 (12:13) geschlagen geben.

„Es war wie bereits in den anderen beiden Auswärtsspielen mehr für uns drin. Doch wir sind einmal mehr an unserer Hauptschwäche, dem Ausnutzen der Möglichkeiten, gescheitert“, ärgerte sich nach der Schluss-Sirene Oebisfeldes Übungsleiter Christian Herrmann.

Zu Beginn hatten die Allerstädter gegen die so genannten Spitzenstädter noch keine gravierenden Schwierigkeiten in puncto Chancenverwertung. Die SVO-Sieben lag nach sieben Minuten mit drei Treffern vorn (4:1). Daniel Schliephake (2), Kreisläufer Moritz Drebenstedt und Rechtsaußen Pascal Koitek hatten getroffen.

Spiel auf Augenhöhe

Auch sieben Minuten später, Pascal Koitek hatte zum 7:5 eingenetzt, hatte die Herrmann-Sieben die Nase noch vorn. Doch nach dem 8:8-Ausgleich (16.) durch HC-Mann David Zbiral, zuvor hatte Oliver Meinel noch das 8:7 besorgt, wendete sich nach und nach das Blatt.

Die Plauener, angeführt von ihren tschechischen Legionären (sechs Akteure), übernahmen immer mehr das Kommando und damit auch die Führung. So lagen die Gastgeber nach 20 Minuten erstmals mit zwei Toren vorn (10:8).

Doppelschlag von Heidler und Vogel

Aber die Oebisfelder konnten noch dagegenhalten. Per Doppelschlag markierten Max Heidler und Spielmacher Alexander Vogel den 10:10-Ausgleich (24.). Zwar setzte sich Plauen dann wieder auf zwei Treffer ab (13:11), doch Pascal Koitek versenkte das Leder in der 30. Minute zum 13:12-Halbzeitstand aus Sicht des HC. Daher war noch nichts verloren.

Plauen nach der Halbzeit effizienter

Auch nicht, als Plauen nach Wiederanpfiff auf 17:13 (35.) erhöht hatte. Grund: Christoph Borzucki und Erik Breiteneder verkürzten auf 15:17 (39.). Die Gastgeber nahmen daraufhin die Auszeit. Mit negativen Folgen für die Oebisfelder. Trainer Herrmann erklärte: „Wir haben danach irgendwie die anteilmäßige Kontrolle über die Begegnung verloren.“ Resultat: Die HC-Truppe setzte sich ab. So baute Karel Kveton den Vorsprung in der 43. Minute auf fünf Treffer aus (20:15).

Nun versuchte Christian Herrmann, wie er formulierte, „entgegenzusteuern“ - mit der Auszeit (44.). Doch die brachte bis auf das 16:20 durch Moritz Drebenstedt im Prinzip nichts ein. Plauen blieb am Drücker und setzte sich weiter ab. Folge: In der 52. Minute hatte Plauens Marc Multhauf zum 23:16 für seine Farben eingeworfen. Auch die vom SVO-Trainer zuvor erneut genommene Auszeit (51.) änderte nichts daran, dass die Partie nach dem Multhauf-Treffer durch war.

„Es war nicht so, dass wir im zweiten Abschnitt keine Chance mehr gehabt hätten - nur noch acht erzielte Tore sprechen sicherlich dafür - doch leider haben wir viele Möglichkeiten, auch ganz klare, vergeben“, fasste Christian Herrmann zusammen.

Statistik

SV Oebisfelde: Drese, Weis - Koitek (3), Drebenstedt (2), Kamm, Meinel (2), Vogel (5), Hiedler (1), Borzucki (3/2), K. Breiteneder, F. Kleist, D. Schliephake (3), M. Kleist, E. Breiteneder (1).

Siebenmeter: 2/2;

Zeitstrafen: 3.