Burg (bjr/vwo) l Im Mittelpunkt des 23. Spieltages in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, steht das Derby zwischen Heyrothsberge und Eintracht Gommern. Obwohl die Favoritenrolle vor dem morgigen Duell um 15 Uhr klar an die Unioner vergeben ist, hat das 0:0 im Hinspiel gezeigt, dass die Eintracht nicht von vornherein chancenlos ist. Die Blau-Weißen aus Gerwisch und Niegripp müssen reisen.

Union Heyrothsberge (4.) -

SV Eintracht Gommern (9.)

Statt zu erwartender Derby-Vorfreude machte sich bei den Unionern unter der Woche Frust breit. Die "nachträgliche" Ampelkarte vom vergangenen Sonnabend gegen Karsten Völckel war allbeherrschendes Thema. Vor allem die Tatsache, dass Schiedsrichter Daniel Kleist (Frose) erst auf massive Intervention des gastgebenden FSV Biere nach Spielschluss zu Gelb-Rot griff, sorgte in dieser Reihenfolge für Sprach-, Fassungs- und Verständnislosigkeit. Einhelliger Tenor aus Heyrothsberge: So macht Fußball keinen Spaß.

Die Eintracht sollte sich also auf eine Portion spielerische Rest-Wut beim Kontrahenten einstellen, wobei die Trauben beim Ortsnachbarn in den Vorjahren ohnehin hoch hingen. Aus neutraler Sicht bleibt die Hoffnung auf ein ähnlich spannendes Spiel wie in der Hinrunde. Rassige Duelle, viele Strafraumszenen und spielerische Klasse sorgten für Begeisterung - dem torlosen Remis zum Trotz.

Personell müssen die Gastgeber wie angesprochen auf Völckel verzichten. Stefan Groth wird verletzungsbedingt wahrscheinlich ausfallen. Auf Gommeraner Seite fehlen Mathias Reichel, Stefan Schulze (beide langzeitverletzt), Christopher Schumburg (Arbeit) und Fabian Eggert (Studium).

Arminia Magdeburg (12.) -

Blau-Weiß Niegripp (14.)

Bitte keine Quervergleiche zur Hinrunde - das 4:2 gegen den SVA, immerhin der erste Saisonsieg der Blau-Weißen, "interessiert uns nicht mehr", stellt SG-Trainer Michael Hucke klar - wohlwissend, dass der Versuch, vermeintliche Rückschlüsse zu ziehen, in der Vorsaison schon einmal schief ging. Gewann Niegripp seinerzeit das Hinspiel noch mit 8:0, gab es im Mai 2012 eine 0:5-Abreibung. Diese gilt es freilich morgen zu vermeiden.

Dazu muss sich die SG jedoch auch auf den ungeliebten Kunstrasen einstellen. Doch mit dem Selbstbewusstsein, welches das Team zuletzt durch den 4:0-Sieg gegen TuS Magdeburg-Neustadt tankte, sollte der Untergrund eine eher beiläufige Rolle spielen. Fehlen wird morgen der gelbgesperrte Christian Schönfeld. Bastian Schlüter kehrt dagegen nach einwöchiger Pause wieder zurück.

TSV Rot-Weiß Zerbst (8.) -

Blau-Weiß Gerwisch (16.)

Beim 1:2 aus der Vorwoche standen die Blau-Weißen wieder einmal mit leeren Händen da. Doch wer hätte vorab damit gerechnet, dass es das Schlusslicht dem Tabellenführer aus Förderstedt derart schwer machen würde? "Aber es nützt nichts. Wir treten weiter auf der Stelle. Zehn Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz sind nach wie vor eine große Hausnummer", so Gerwischs Trainer Lars Kötnig. "Hausnummern" boten zuletzt auch die Zerbster, die Germania Olvenstedt und den SSV Besiegdas mit 3:0 und 5:1 abfertigten.