Langenstein (mei/fbo) l Am letzten Spieltag empfing der SVL den bereits feststehenden Absteiger aus Schwanebeck. Vor dem Anpfiff nutzten Präsident Sebastian Knobbe und Abteilungsleiter Patrick Koch die Möglichkeit einige Vereinsmitglieder zu ehren. Mit Daniel Holtzheuer (seit Winter im Dienste von Blau-Weiß), Philipp Brüser und den aktuellen Spielern Marcel Röder sowie Daniel Robinson durften gleich vier Akteure Präsente für ihre erbrachte Leistung entgegen nehmen.

Der SVL bekam zunächst gegen mutig auftretende Schwanebecker kaum Zugriff, umso wichtiger war es, dass man nach fünf Minuten dennoch jubeln konnte. Nach einem Eckball von Lukas Seelhorst verlängerte Röder per Kopf ins Zentrum, wo Sebastian Kischel ebenfalls mit dem Kopf vollstreckte (5.). Das Tor gab dem Team von Trainergespann Brüser/Staat mehr Sicherheit und so übernahm man die Spielkontrolle, wenngleich der Gast keinesfalls wie ein Absteiger spielte und auch immer gefährlich blieb.

Kischel überspielt Abwehr

Weshalb der Gast dennoch den Gang in die Harzoberliga antreten muss, zeigte sich nach einem dicken Patzer im Aufbauspiel. Vor dem gegnerischen Strafraum eroberten Marcel Schröder und Max Eichstaedt für die Farben des SVL das Leder. Kapitän Eichstaedt bediente Stürmer Schröder und dieser traf mit einem platzierten Linksschuss zum 2:0 (26.). Es folgte ein Doppelschlag. Kischel überspielte mit einem weiten Ball die gegnerische Abwehr, dort traf der scheidende Röder artistisch per Lupfer zum 3:0- sein bereits fünfter Saisontreffer (30.).

Im Hinblick auf die neue Saison probierten die Langensteiner nun auf lange Bälle zu verzichten und das Spiel flach aufzubauen. Dieses Risiko wurde bestraft. Nach einem tollen Ballgewinn im Mittelfeld schaltete der Gast schnell um und kam zentral vor Robinson zum Abschluss. Dieser parierte den ersten Versuch noch sensationell, doch beim Versuch den Abpraller zu verhindern foulte der zurückgeeilte Yunus Leventyüz seinen Gegenspieler. Den fälligen Elfmeter verwandelte Sebastian Heine etwas glücklich. Mit seinem vierten Saisontreffer stellte er den Anschluss wieder her. Robinson war an dem scharfen Schuss mit einer Hand dran, konnte das Leder aber nicht entscheidend abwehren (39.).

Seitenwechsel bringt Sommerkick

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein typischer Sommerkick, beide Seiten waren bemüht, schafften es aber zunächst nicht, Gefahr auszustrahlen. Die größten Chancen hatten die Langensteiner. Zunächst wurde ein Versuch von Schröder von Vincent Matz an den Pfosten gelenkt, dann traf Eichstaedt per Volleyabnahme ebenfalls nur das Aluminium.

Nach einem Konter wurde Leventyüz nur per Foulspiel am Torabschluss gehindert. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte selbst. Beiden Mannschaften merkte man an, dass die Konzentration etwas abhanden kam und so verkürzte Christian Sellnow nur zwei Minuten später wieder (80.).

Der erstmals in dieser Saison eingewechselte Phil Wetzel hatte die große Möglichkeit zum 5:2, doch wurde er im letzten Moment gestört. Stattdessen wurde es brenzlig für den SVL. Nach einem Foul entschied das Schiedsrichtergespann zunächst auf Freistoß, korrigierte jedoch und so gab es den dritten Elfmeter der Partie. Holtzheuer scheiterte an Robinson. Der parierte den letzten Elfmeter seiner Karriere. In der Nachspielzeit gab es doch noch einen Treffer. Erik Hagen verwandelte trocken zum 4:3-Endstand.