Schwanebeck l Der SVL ging als Favorit in den zweiten Test der Saison, doch die erste dicke Chance zur Führung hatte das Heimteam.

Nach eigenem Anstoß wollten die Langensteiner über einen langen Ball eröffnen und liefen prompt in einen Konter. Nachdem zunächst Keeper Stosch im Duell mit dem Angreifer die Oberhand behielt, konnte der Nachschuss von den zurückeilenden Gifhorn und Heine von der Linie gekratzt werden. Da waren nicht einmal 60 Sekunden gespielt.

Frühe Ballgewinne durch frühe Attacken

Im Anschluss übernahm das Landesklasseteam das Spielgeschehen. Durch frühes Attackieren erzwang man gegen den SV Blau-Weiß frühe Ballgewinne und versuchte danach schnell in die Gefahrenzone zu kommen. Nach etwa zehn Spielminuten konnte der spielfreudige Brakebusch nur per Foulspiel aufgehalten werden.

Den fälligen Freistoß zentral vor dem gegnerischen Gehäuse führte Torjäger Rothe aus. Der scharfe Schuss wurde von der Mauer abgefälscht und landete vor den Füßen von Staat, der geistesgegenwärtig zur Führung einschob (12. Minute).

Rothe sorgt für Doppelschlag

Für den Doppelschlag sorgte dann der beim ersten Tor noch als Vorlagengeber glänzende Rothe selbst. Nach einem tollen Diagonalball von Walter, der auf der ungewohnten Position im offensiven Mittelfeld agierte, war Neuzugang Brakebusch außen frei. Seine Hereingabe von der linken Seite rutschte durch bis zum 35-jährigen Stürmer, der mit seiner ganzen Erfahrung vollendete (14.).

Nach diesen zwei schnellen Toren wurde das Spiel ausgeglichener. Die Vorharzer hatten zwar stets mehr Spielanteile, doch in der Defensive agierte man ein ums andere Mal zu unkonzentriert und so war es Torhüter Stosch und der mangelnden Schussgenauigkeit der Blau-Weißen zu verdanken, dass der Anschlusstreffer nicht fiel.

Schock für Langenstein

Der erste Schock für den SVL kam dann nach etwa 25 Spielminuten. Walter eroberte sich tief in der gegnerischen Hälfte den Ball und wurde im Anschluss unsanft gelegt. Mit einer Knöchelverletzung musste er ausgewechselt werden, für ihn kam Fabio Kraft zu seinem ersten Einsatz im schwarzen Trikot der Langensteiner. Er sollte im Zentrum eine gute Partie abliefern.

Auch die Langensteiner erspielten sich weiter Chancen und konnten sich auf ihren Sturmroutinier verlassen. Mit einem gefühlvollen Kopfball erzielte Rothe nach einer halben Stunde seinen zweiten Treffer (32.). Damit unterstreicht der Torschützenkönig aus dem Jahr 2018, dass seine Formkurve aktuell steil nach oben zeigt.

Viele Wechsel in Halbzeit zwei

Nach dem Seitenwechsel begann das Rotieren. Für den SVL kamen mit Paul Niehs und Joe Werny zwei Neuzugänge in die Partie, wobei Letzterer bereits in der vergangenen Saison als A-Jugendlicher zwei Einsätze in der Landesklasse verbuchen konnte. Außerdem stand mit Sascha Holtzheuer ein Rückkehrer im Tor. Weiterhin kamen mit Hochschild, Wetzel, Spallek und Tran vier weitere frische Spieler in die Partie.

Diese Umstellung führte zu einem Bruch im Spiel des SVL, was nur zu verständlich ist, war es doch für einige Spieler die erste Einheit in der neuen Saison.

Schwanebeck hatte deutlich mehr Spielanteile, nur noch selten schafften es die Gäste in ihr beliebtes Pressingspiel zu kommen. Doch Torchancen waren aufgrund der nun deutlich konzentrierteren Defensive, um die beiden Innenverteidiger Wegner und Hochschild, Mangelware. Die größte Chance für den SVL in Halbzeit zwei hatte Kraft, der einen Pass stark abfing und allein auf das Tor zulief. Sein Schussversuch stellte Vincent Matz im Tor jedoch vor keine größeren Probleme.

Zweikampf endet im Krankenhaus

Den negativen Schlusspunkt unter eine intensive Begegnung setzte ein Schwanebecker Verteidiger, der übermotiviert in einen Zweikampf mit Staat ging. Am Knöchel getroffen musste dieser den Weg ins Krankenhaus antreten. Allerdings hatte der schnelle Außenspieler Glück im Unglück und kam mit einer Außenbanddehnung noch vergleichsweise glimpflich davon. Kurze Zeit später pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

Bereits am Sonntag ging es für den SVL weiter. Den Test in Sargstedt entschied Langenstein mit 2:0 für sich. Auch die Blau-Weißen waren erneut im Einsatz, unterlagen bei Eintracht Winningen mit 2:3.