Havelse l Die Elf von Trainer Sven Körner musste sich beim Nord-Regionalligisten TSV Havelse mit 1:2 geschlagen geben.

„Havelse hat uns in den ersten 20 Minuten komplett den Schneid abgekauft, hat das gemacht, was wir uns vorgenommen hatten, uns mit frühem Pressing zu Fehlern gezwungen. Wir hatten keine Spielkontrolle, keine Ballsicherheit und keine gute Kompaktheit im Spiel. Folgerichtig lagen wir auch schnell 2:0 zurück“, so die Einschätzung von Germania-Coach Sven Körner zur Anfangsphase.

Noah Plume (6.) und Tobias Fölster (12.) waren für die Niedersachsen jeweils per Kopfball erfolgreich, nachdem die Halberstädter bei Einwürfen nicht gut genug organisiert waren. „Nach 30 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen, weil wir einfach gespielt und das Pressing mit langen Bällen überspielt haben“, so Körner weiter. Dennis Blaser hatte für die Germania kurz vor der Pause eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer.

Steigerung nach der Pause

Mit dem zweiten Durchgang war der neue Halberstädter Übungsleiter dann schon wesentlich zufriedener: „Gerade zum Ende hin hatten wir ein paar richtig gute Aktionen, machen unser Tor und drücken dann auf das zweite. Das fällt dann aber nicht“. Lange Zeit war es in der zweiten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe, in der Schlussphase waren die Halberstädter das bessere Team. „Nach vielen Wechseln auf beiden Seiten wurde es zum Schluss hin unorganisiert und etwas wild“, blickt Körner auf die zweite Halbzeit zurück.

Nico Hübner läutete mit dem Anschlusstreffer die Schlusssoffensive ein (83.), in der Jannis Pläschke die Halberstädter ein weiteres Mal jubeln ließ. Der Treffer wurde jedoch wegen Abseits nicht gegeben. „Der Sieg für Havelse geht über die gesamte Spielzeit hinweg, gerade was die erste Halbzeit angeht, schon in Ordnung“, bilanzierte Germania-Trainer Sven Körner.

Trotz der Niederlage oder gerade deswegen war es für die Germanen ein erkenntnisreicher Test. „Wir haben gute Sachen gesehen. Wir haben aber auch Sachen gesehen, wo wir noch ganz viel Luft nach oben haben“, so Körner. Beispielsweise führt er dabei das Verhalten nach Ballverlusten auf, das noch einiges an Arbeit bedarf.

VfB Germania Halberstadt (1. Halbzeit): Sowade - Pläschke, Ambrosius, Menke, Wenzel - Messing, Twardzik, Tchakoumi, Korsch - Yilmaz, Blaser;

VfB Germania Halberstadt (2. Halbzeit): Brinkmann - Pläschke, Ambrosius, Twardzik, Schulze - Löder, Hübner, Grzega, Farwig - Walter, Yilmaz;

Torfolge: 1:0 Noah Plume (6.), 2:0 Tobias Fölster (12.), 2:1 Nico Hübner (83.).