Halberstadt l Jetzt nimmt die Serie des VfB Germania Halberstadt in der Regionalliga Nordost langsam unheimliche – im positiven Sinne – Züge an. Es ist vortrefflich, wie sich das Team um seinen Cheftrainer Maximilian Dentz präsentiert. Am Sonntag gab es mit dem 5:0 den lang ersehnten ersten Heimsieg des Jahres. Es war dazu gleichzeitig der erste Erfolg gegen die Harzer Konkurrenz vom FSV Wacker 90 Nordhausen. Das verdient eine extra Erwähnung, weil es immerhin schon neun vorherige Partien ohne einen Halberstädter „Dreier“ gegeben hatte.

Auch wenn in der Regionalliga bis zum letzten Spieltag und immer mit Blick auf die 3. Liga abgewartet werden muss, wie viele Teams den Gang in die Oberliga tätigen müssen, dieser eindrucksvolle Sieg dürfte den VfB auch ein weiteres Jahr Viertklassigkeit bringen. 38 Zähler, und damit neun mehr als der Tabellen-15., sind eine Marke. Nimmt man dazu die aktuelle Verfassung des VfB, dann müsste in den verbleibenden sechs Punktspielen schon ein kompletter Leistungsabfall einsetzen – im Grunde undenkbar.

Nichts funktionierte

Nach dem klaren 5:0 war vor allem Nordhausens Trainer Heiko Scholz angefressen. „Wir haben gegen Halberstadt einfach alles vermissen lassen: Einstellung, Zweikampfverhalten, Körpersprache. Nichts erinnerte an das, was wir vorher besprochen hatten.“

In den sozialen Netzwerken zeigten die Reaktionen, dass sich Halberstadt immer mehr den Respekt der Konkurrenz beziehungsweise Fans anderer Vereine verdient. Während beim FSV Wacker mal wieder die Stichworte „Söldnertruppe“ oder „Geld allein schießt keine Tore“ die Runde machen, wird beim VfB Germania von „junger Truppe mit Teamgeist“ gesprochen. Eine „Sabrina“, augenscheinlich Anhängerin des 1. FC Lok Leipzig, kommentierte auf mdr.de: „Wir wissen bei Lok jetzt, warum wir gegen Halberstadt nicht gewonnen haben. Die sind derzeit eine der besten Mannschaften der Liga.“ Den Halberstädter Spielern und Trainer Max Dentz dürfte das runter gehen wie Öl. Die Anerkennung der Konkurrenz spricht jedenfalls für sich.