Halberstadt l Mit dem Harzderby der Fußball-Regionalliga Nordost gegen Wacker Nordhausen steht am Sonnabend ab 13.30 Uhr für den VfB Germania das nächste Highlight im Halberstädter Friedensstadion an. Durch die finanziellen Probleme der Thüringer, verbunden mit einem Neun-Punkte-Abzug, bekommt die Partie auch sportlich einen ganz anderen Stellenwert.

Vorzeichen haben sich geändert

Zählte der FSV Wacker über weite Strecken der Hinrunde zu den Aufstiegsaspiranten, so sind die Nordhäuser durch den Punktabzug und den daraus resultierenden Absturz auf den 13. Tabellenplatz nun ein unmittelbarer Konkurrent des VfB Germania im Kampf gegen den Abstieg.

13 Spieler, darunter eine Vielzahl an Leistungsträgern, verließen in der Winterpause den Verein, der sportliche Leiter Tino Berbig ersetzte den als Co-Trainer zu Dynamo Dresden gewechselten Heiko Scholz als Chefcoach. „Dennoch hat die Mannschaft weiterhin eine Menge Qualität, schließlich sind noch 12, 13 Mann aus dem Kader der Hinrunde dabei. Das hat man auch im Spiel gegen Fürstenwalde gesehen. Dennoch erwartet uns natürlich eine Art Wundertüte“, blickt Germania-Trainer Sven Körner auf das Harzderby voraus.

Mannschaft setzt auf Sieg

„Es ist ein sehr wichtiges Spiel, wir können den Gegner komplett mit unten reinziehen. Es ist auch unser Anspruch, die drei Punkte in Halberstadt zu lassen, auch wenn ich Nordhausen weiterhin in der Favoritenrolle sehe“, erwartet Körner einen sehr guten Gegner im Friedensstadion. „Für uns ist jedes Spiel ein Pokalspiel, mit dieser Einstellung müssen wir auch diese Partie angehen. Wir müssen jedes Spiel mit 100 Prozent Power angehen, egal wer der Gegner ist“.

Taktisch will der Germania-Trainer gegenüber den letzten beiden Partien nichts ändern. „Wir stehen stabil, lassen wenig zu. Nach vorn müssen wir mehr Durschlagskraft entwickeln, mit aller Macht zu Abschlüssen kommen und mehr Torgeilheit zeigen. Wir müssen permanent in der Offensive aktiv sein, um die gegnerischen Innenverteidiger ins Laufen zu bringen“, fordert Sven Körner, der seinen Jungs weiterhin eine super Einstellung bescheinigt. „Wenn ich sehe, wie die Mannschaft im Training arbeitet, dann kann ich nur den Hut davor ziehen. Jetzt muss sie sich dafür belohnen.“

Temp und Menke sind gesperrt

Personell gibt es zwei Veränderungen zur Vorwoche: Luca-Falk Menke muss eine Gelb-Sperre absitzen, Marvin Temp fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte. „Damit ist zumindest ein Platz in der Startelf neu zu vergeben, wir werden hierzu in den letzten Trainingseinheiten einen Eindruck gewinnen“, so Sven Körner. Die verletzten Justin Bretgeld und Tino Schulze fehlen weiterhin im Mannschaftstraining und sind daher noch keine Option.